Mit einer Naturkatastrophe startete das laufende Jahr, in Form des Sturmtiefs Burglind vom 3. Januar. Innert Minuten fegte der Sturm Bäume auf einer Fläche von gut 20 Hektaren Wald um. Es handelt sich dabei um Bäume die während 40 bis 80 Jahren gehegt und gepflegt worden waren. Die Folgen des Sturms sind gravierend. Holzmengen, welche üblicherweise in drei bis vier Jahren genutzt werden, sind gefallen. Somit fiel ein hohes Pensum an Arbeit an, die mit einem grossen Gefahrenpotenzial verbunden ist.

Vor allem die Arbeit kostet Geld

Die laufende Rechnung der Bürgergemeinde Niederbuchsiten wie auch das Budget 2019 sind gezeichnet von den «Burglind»-Schäden. Die Wiederaufforstung wird auf 500 000 Franken gerechnet. Der Kanton wird sich mit einem Beitrag von 70 Prozent beteiligen. Der Ankauf der Pflanzen macht bei den Kosten einen eher kleinen Anteil aus. Finanziell ins Gewicht fällt vor allem die Arbeit. Durch die intensive Holzerei mit schwerem Gerät wurden die Waldstrassen zum Teil stark beansprucht. Nun müssen diese auf einer Strecke von 1460 Metern saniert werden. Sobald das Holz aus den betroffenen Flächen abtransportiert ist, sollten die Wege instand gestellt werden. Für diese Massnahmen werden Kosten von rund 80 000 Franken anfallen. Der Kanton Solothurn wird davon 70 Prozent übernehmen. Die Versammlung genehmigt einstimmig beide Vorlagen mit einem Gesamtkredit von 580 000 Franken. Diese Ereignisse belasten das vorliegende Budget 2019 und werden in den nächsten paar Jahren einen grossen Einfluss auf das Ergebnis haben.

Weitere Investitionen geplant

Im Jahr 2019 werden auch im Mehrfamilienhaus Ziegelfeld zwei in die Jahre gekommene Badzimmer umfassend saniert. Einen weiteren Beitrag 25 000 Franken wird für die Dorfchronik fällig, welche zusammen mit der Einwohnergemeinde finanziert wird. Im Forstmagazin, welches in die Jahre gekommen ist, stehen auch Sanierungen an. Der Bürgerrat möchte die Küche und die WC-Anlagen neu gestalten und zweckmässig anordnen. Den Stimmbürgern wurde das Budget ausführlich erläutert. Es schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 67 460 Franken. Den geplanten grossen Investitionen im kommenden Jahr stehen keine grossen Einnahmen gegenüber. Hauptsächlich sind Pachtzinse vom Bürgerland, Mietzinseinnahmen aus der Liegenschaft Ziegelfeld und Holzverkauf aus dem Forst die Ertragsquellen. Der Bürgerrat budgetiert deshalb einen Verlust von 166 340 Franken. (mgt)