Mümliswil
Sepp Blatter grüsst aus dem Guldental

Der Fasnachtsumzug in Mümliswil lockte am Sonntag trotz nasskaltem Wetter viel Publikum an.

Erwin von Arb
Drucken
Teilen
Fasnachtsumzug in Mümliswil
13 Bilder
Mohrenköpfe warten auf Abnehmer.
Beim Franzosenloch wurde trotz Internationalität auf das Nationalgericht Raclette gesetzt.
Damit er am Dienstag gut brennt, wurde der Böögg des Turnvereins mit einer Kunststofffolie vor der Nässe geschützt.

Fasnachtsumzug in Mümliswil

Erwin von Arb

Mit zwei Böllerschüssen wurde gestern Sonntag in Mümliswil der Fasnachtsumzug eröffnet. Vorgängig hatte Umzugschef Manuel Müller vom Guldentaler Fasnachtskomitee, den elf Sujets grossen Umzug eingangs des Dorfes in Position gebracht. Freudig erwartet wurde die bunte Narrenparade von einem zahlreich aufmarschierten Publikum, das sich vom nasskalten Wetter ebenso wenig beeindrucken liess, wie die Protagonisten des Umzugs.

Den Anfang machten die Tambouren, gefolgt vom Wagen des Bipper Fasnachtskomitees und den einheimischen Kanofettis. Dem Motto «Rund um d’ Wäut» folgend zeigten die Franzosenlöcher danach auf ihrem Wagen zwar international Flagge, machten aber mit einem auf Brot servierten Raclette klar, dass das Beste halt doch aus der Schweiz kommt. Um Abnehmer mussten sich die «Franzosen» denn auch keine Sorgen machen.

Auch Heimatgefühle hatten Platz

Das Blut der Zuschauer am Strassenrand in Wallung brachten danach erstmals die Mümliswiler Chnöiplätze mit fasnächtlichen Melodien und Rhythmen. In ihrem Schlepptau folgte der etwas klein geratene MON-Wagen der Mümliswiler Obernarren. Umso grösser trumpfte eine Gruppe junger Guldentaler Männer auf, welche sich über Sepp Blatter und die Fifa als korrupten Laden lustig machten. Mit dabei waren übrigens auch Michel Platini, Franz Beckenbauer, Uli Hoeness und einige Scheichs aus Katar.

Nicht zu kurz kamen am Mümliswiler Umzug auch die Heimatgefühle. So wurden die neuen Schweizer Filme «Heidi» und «Schellen-Ursli» vom Jodlerklub überzeugend in Szene gesetzt. Natürlich durfte auch auf diesem Wagen ein weiteres Schweizer Nationalgericht, nämlich Fondue, nicht fehlen. Dieses wurde happenweise an das Publikum abgegeben.

Dass die Fasnacht im Guldental nicht nur grossgeschrieben, sondern auch so gelebt wird, machte der STV mit dem über 10 Meter grossen Böögg deutlich. Sein Leben ist zwar auch heuer zeitlich beschränkt, wird er doch morgen Dienstag um 20 Uhr in Feuer und Flammen aufgehen. Bis es aber so weit ist, lassen es die Guldentaler Narren aber noch einmal richtig krachen.

Aktuelle Nachrichten