Kreisschule Thal

Schulklassen bauen Wanderwege und Feuerstellen im Naturpark

Die Klasse E3a aus Balsthal mit Helfern am frühen Morgen vor dem Einsatz in der Bärnen in Herbetswil.

Die Klasse E3a aus Balsthal mit Helfern am frühen Morgen vor dem Einsatz in der Bärnen in Herbetswil.

160 Schülerinnen und Schüler der Kreisschule leisteten im Naturpark einen ausserordentlichen Arbeitseinsatz. Dies diente dem Unterhalt der Schlösser und den Verkehrswegen und zudem der Vorbereitung für den Holzweg Thal.

Riesiges Wetterglück hatten die sieben Klassen der Kreisschule Thal mit den Schulstandorten Matzendorf und Balsthal bei ihren Einsätzen im Naturpark Thal. Mit der kleinen Ausnahme des 1. September herrschte ideales Wetter, um den Pickel zu schwingen, Wanderwege frei zu schneiden, neue Wanderwegstrecken und Feuerstellen zu bauen, die beiden Schlösser und historische Verkehrswege zu unterhalten oder Vorarbeiten für den Holzweg zu leisten.

Fünfeinhalb Tage im Einsatz

Die drei Schulklassen des neunten Schuljahres aus Matzendorf waren vom 31. August bis 2. September während zweieinhalb Tagen, die vier Klassen aus Balsthal vom 7. bis 9. September, im Einsatz.

Die Schulen werden bereits zum dritten Mal für gemeinnützige Arbeiten im Naturpark Thal beigezogen. Gesamtleiter Michael Bur hofft, dass diese Einsätze zur Tradition werden. Es sei jedes Jahr schön, mit der Schule zusammenzuarbeiten. «Ich bin immer wieder erstaunt und erfreut, wie die jungen Leute arbeiten und ihren Beitrag leisten können», lobte Bur die Schüler. Die Schüler könnten auf diese Weise ganz einfache Arbeitsprozesse, vom Material bereitstellen bis zum Reinigen des Werkzeugs, persönlich erfahren und miterleben.

Kleine Gruppen werden bevorzugt

Damit ein solcher Einsatz zum Erfolg wird, braucht es zahlreiche Einsatzleiter und Hilfspersonen, die alle ehrenamtlich ihre Arbeit leisten. Die meisten dieser Helfer waren sehr zufrieden mit ihrem zugeteilten «Personal». Wie in allen Schulklassen gebe es Draufgänger und solche, bei denen die Motivationsphase etwas länger daure. Einig waren sich aber alle erwachsenen Helfer: Die Arbeit mit kleinen Schülergruppen ist zwar personalintensiv, was die Betreuung betrifft, dafür aber viel effizienter.

Eine gute Arbeitsvorbereitung wie eine genaue Einsatzplanung, das Bereitstellen des richtigen Werkzeugs und des Verbrauchsmaterials tragen sehr viel zum guten Gelingen der Arbeitstage bei. Ein kleines Dankeschön an die Schüler mit ihren Lehrkräften gab es am Schluss des Arbeitseinsatzes in Form eines Mittagessens, offeriert von den Auftraggebern oder dem Naturpark Thal.

Wanderwege wieder passierbar

Bei einem Augenschein vor Ort bei der Klasse von Oliver Natus von der Schule Balsthal, die im Gebiet Bärnen oberhalb von Herbetswil im Einsatz war, wurden die erbrachten Leistungen der Schüler bestätigt. Hier amtete Hugo Roth als Einsatzleiter, ihm zur Seite standen Martin Zeltner und Peter Egger.

Die Schüler fuhren jeden Morgen mit dem Postauto bis zur Haltestelle Hammer, von dort aus ging es zu Fuss bis zur Bärnenhütte, wo es bereits um acht Uhr losging. Hier wurden unter anderem das Hacketewägli, das Vogelschutzwägli und der Wanderweg auf den Vorder Brandberg freigeschnitten.

Viele Schüler haben erfahren, dass die zahlreichen Wanderwege in der Umgebung immer wieder zuwachsen und deshalb einen grossen Unterhalt benötigen. Weiter wurden in der Bärnen zwei Nassstandorte gepflegt. Ähnliche Arbeiten wurden in den Gemeindegebieten Laupersdorf, Matzendorf und Balsthal geleistet. «Anstrengend war es schon», äusserte sich ein Schüler. Ein anderer schob nach: «Anstrengend ja, aber immer noch besser als Schule!»

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