Oensingen

Rohrbruch: Der Wink mit dem Zaunpfahl bleibt nicht ohne Folgen

Der Riss in diesem rund 5 Meter langen Rohr mit 300 Millimeter Durchmesser hatte zur Folge, dass pro Minute bis 25 000 Liter Wasser ausgeflossen sind

Der Riss in diesem rund 5 Meter langen Rohr mit 300 Millimeter Durchmesser hatte zur Folge, dass pro Minute bis 25 000 Liter Wasser ausgeflossen sind

Der Rohrbruch vom letzten Freitag in der Hauptleitung des Wasserleitungsnetzes in Oensingen hat Konsequenzen. Die ganze Leitungen vom Pumpwerk Moos bis hinauf zum Reservoir wird mit erhöhter Priorität geprüft.

Nur noch wenige Spuren weisen beim Pumpwerk Moos im Industriegebiet von Oensingen darauf hin, dass am vergangenen Freitag und Samstag mit Hochdruck die Hauptleitung der Wasserversorgung repariert wurde.

Am frühen Freitagmorgen nämlich hatte die 300-Millimeter-Gussrohrleitung einen langen Riss bekommen, wodurch in einer ersten Phase bis zu 25 000 Liter Wasser ausflossen (wir berichteten). Die Umgebung des Pumpwerks wurde teilweise überflutet, das Wasser füllte zudem einige Untergeschosse von nahestehenden Firmengebäuden.

Hauptschlagader gefährdet

Doch der Schaden hatte nicht nur direkt sichtbare Folgen, die nun weitgehend behoben sind. Grosse Sorgen bereitet den lokalen Behörden die Tatsache, dass der Bruch die Hauptschlagader der Oensinger Wasserversorgung getroffen hat mit der Folge, dass auf dem gesamten Gemeindegebiet während gut zwei Stunden kein Wasser zur Verfügung stand.

«Die Befürchtungen, dass es mit der Leitung aus den 1960er-Jahren Probleme geben könnte, haben sich leider bestätigt», sagt Gemeindepräsident Markus Flury. Wenn der Bruch also so etwas wie ein Wink mit dem Zaunpfahl ist, welche Konsequenzen werden daraus gezogen?

«Wir können jetzt nicht einfach per sofort die ganze Leitung vom Pumpwerk Moos bis hinauf zum Reservoir auswechseln», sagt Flury. «Aber wir werden mit erhöhter Priorität dahinter gehen und die Leitung so gut wie möglich prüfen.» Sehr genau zu prüfen wird ferner sein, welches Fabrikat der Rohrleitung zum Einsatz kommen würde.

Handelt es sich doch just um denselben Rohrdurchmesser bzw. Rohrtyp, der beim Ersatz der Hauptleitung im Sternenweg eingelegt wurde. Dort hatte sich die Gemeinde bekanntlich für ein Produkt entschieden, das nicht von der ortsansässigen vonRoll hydro stammt und damit einen handfesten Disput entfacht, der bis anhin noch nicht bereinigt ist.

Grosses Lob für die Fachleute

Sehr lobend äussert sich Gemeindepräsident Flury darüber, wie die Fachleute des Werkhofes und der Firma Dörfliger gearbeitet haben. «Ohne deren guten und ausdauernden Einsatz wäre der Schaden nicht so schnell behoben gewesen.»

Ferner habe sich gezeigt, dass der Notwasserverbund mit Balsthal bestens funktioniert hat. «Es war ein schwieriges Lehrstück. Aber alle Beteiligten haben bewiesen, dass man sich auf sie verlassen kann.»

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