Laupersdorf

Rechtzeitig zur Auffahrt der Rinder fertig – Sömmerungsstall in der Goleten ist in Betrieb

Stolz auf den neuen Stall: Die Bürgergemeinde Laupersdorf

Stolz auf den neuen Stall: Die Bürgergemeinde Laupersdorf

Die Bauarbeiten am Sömmerungsstall in Laupersdorf konnten rechtzeitig auf die Sömmerung 2020 hin abgeschlossen werden. 60 bis 65 Rinder und 15 Mutterkühe weiden jeweils vor Ort. Bei der Planung wurde dem Tierwohl erste Priorität beigemessen.

Seit dem Jahr 1962 besteht in der Goleten im Enerholz in Laupersdorf ein Weidestall. Die Weidefläche im Gebiet Goleten umfasst 37 Hektaren und auf der saftigen Wiese sömmern jedes Jahr zwischen Mitte Mai und Ende September 60 bis 65 Rinder und 15 Mutterkühe. Die Gemeindeversammlung der Bürgergemeinde bewilligte im September 2018 einen Kredit von 560000 Franken für den Ersatz des knapp 60 Jahre alten Sömmerungsstalles.

Im Januar 2017 setzte der Bürgerrat eine Arbeitsgruppe ein mit den Mitgliedern Stefan Eggenschwiler, Michael Brunner, Rico Meier (alles Bürgerräte), Käthy Rüegg (Bür­gerschreiberin) und Urs Meier (Weidmeister). Zusammen mit der AGROplanungen GmbH, einem spezialisierten Büro für landwirtschaftliche ­Gebäude, wurde das Projekt Neubau Sömmerungsstall ausgearbeitet. Dabei wurde dem Tierwohl der Mutterkühe und Rinder erste Priorität beigemessen.

Den Tieren soll es im neuen Stall wohl sein

Der neue, zweckmässige Stall mit einer Gesamtfläche von 450 Quadratmetern, davon 380 Quadratmeter Liegefläche, frei von Stützen, ist höher als der bisherige und hat eine Firsthöhe von sieben Metern, die Höhe der Einfahrt beträgt neu vier Meter. Unten besteht der Stall aus einem Mauerwerk (Beton), die Aussenwände bestehen aus Riegelwänden mit Aussenschalung.

Auf der Westseite ist die Wand als Wetterschutz mit Blech verkleidet. Die Kühe und Rinder können durch zwei grosse Tore das Stallinnere von der Weide her erreichen, sodass kein Gedränge entstehen kann. Isolierpaneleen auf dem Dach schützen den Stall und somit auch die Tiere vor der Hitze. Im östlichen Bereich des Gebäudes sind ein Büro und Aufenthaltsraum, ein Abstellraum, ein WC und eine Separationsbox (bei Krankheit, Besamung) eingebaut.

Mit dem Abbruch des alten Gebäudes haben Ende September 2019 die Arbeiten in der Goleten begonnen, es folgten im Oktober die Baumeisterarbeiten, im November der Holzbau und danach die Spengler-Arbeiten. «An Weihnachten 2019 war der neue Stall aufgerichtet und eingedeckt», bilanzierte Ste­- fan Eggenschwiler, Präsident der Bürgergemeinde. Ab Januar 2020 folgten die Elektroinstallationen, die Sanitärarbeiten, die Gipser- und Malerarbeiten, die Plattenleger-Arbeiten und im Stallinnern wurden die Abschrankungen (Gitter) montiert.

Covid-19 hat einen Strich durch die Rechnung gemacht

«Gerade rechtzeitig zur Auffahrt der Rinder Mitte Mai 2020 wurden die Arbeiten unfallfrei beendet und die Sömmerung 2020 im neuen Stall konnte beginnen», so Eggen- schwiler. «Leider hat uns Covid-19 einen Strich durch die Rechnung gemacht. Denn ei- gentlich hätte der neue Sömmerungsstall am 9./10. Mai 2020 feierlich eingeweiht werden sollen, und gleichzeitig hätte die Landjugend Thal in der Goleten das traditionelle Wettmähen mit der Sense durchführen wollen. Die Festivitäten mussten kurzfristig abgesagt werden», bemerkte Stefan Eggenschwiler.

In den kommenden Jahren ist geplant, dass die Landjugend Thal die einst legendäre «Goleten-Chilbi», verbunden mit dem allseits beliebten Wettmähen mit der Sense im Sömmerungsstall Goleten, wieder durchführen kann.

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