Abwasserverband Aaregäu

Pumpwerk Oeli wird saniert

Das Innere der Kläranlage. (Archiv)

Das Innere der Kläranlage. (Archiv)

Die Delegiertenversammlung des Abwasserverbandes ARA Aaregäu verabschiedete das Budget 2017.

Die Delegierten und Gäste des Abwasserverbandes ARA Aaregäu versammelten sich am Dienstag zur ordentlichen Delegiertenversammlung im Restaurant Eintracht Wolfwil.

Auf der Traktandenliste stand als Hauptgeschäft der Voranschlag, den die Abgeordneten aus den beiden Zweckverbandsgemeinden Fulenbach und Wolfwil zu verabschieden hatten.

Im Budget, das von Verbandspräsident Thomas Blum präsentiert wurde, ist für das kommende Jahr bei einem Umsatz von total Franken 364 600 ein Kostenanstieg von 9500 Franken (Plus 2,7 Prozent) gegenüber dem Vorjahresbudget vorgesehen.

Dieser ist vor allem eine Folge des Dienstleistungsvertrags mit dem Zweckverband (ZV) ARA Gäu, wo der Schlüssel zur Verteilung der Besoldung von bisher 80 auf 85 Prozent einer Jahresarbeitszeit erhöht wurde.

Daraus entfallen rund 6000 Franken zusätzliche Ausgaben auf den Abwasserverband ARA Aaregäu. Ansonsten hatte der Vorstand das Budget so ausgestaltet, dass für die Gemeinden keine Mehrkosten anfallen.

Die Betriebskosten werden auf die beiden beteiligten Gemeinden verteilt, sodass Wolfwil 201 500 Franken (55,3 Prozent) und Fulenbach 162 800 Franken (44,7 Prozent) übernehmen.

Arbeiten waren 2016 vorgesehen

Im Konto Investitionen erscheinen keine Beträge, da die Investitionen, um die Anlagen auf dem aktuellen Stand zu halten, über die Erfolgsrechnung (Laufende Rechnung) finanziert werden.

Der Löwenanteil von 45 000 Franken entfällt auf die Sanierung des Pumpwerks Oeli bei Wolfwil, wo Anpassungen zur Sicherung des Personals (höhere Geländer, Leitern mit Fallsicherung) und Erneuerungen von Betonwänden vorgenommen werden müssen.

Wegen dringenden anderen Aufwendungen waren die im Sanierungsplan eigentlich für 2016 vorgesehenen Unterhaltsarbeiten am Pumpwerk Oeli um ein Jahr hinausgeschoben worden. Nun können sie also in Angriff genommen werden.

Weitere Budgetposten unter dem Titel Gebäudeunterhalt bewegen sich im vierstelligen Frankenbereich. Zu erwähnen ist ein neuer, tiefer gelegter Notüberlauf ins Regenbecken und der Ersatz der Trübwasserleitung im Keller des Betriebsgebäudes.

Wie alle Zweckverbände muss auch die ARA Aaregäu eine Ersatzabgabe an den Bund von 9 Franken pro Einwohner an die Finanzierung der vierten Reinigungsstufe (Eliminierung von Mikroverunreinigungen aus dem Abwasser) leisten.

Der Zweckverband ist nicht verpflichtet, die Anlage in der Chilchmatt aufzurüsten, weil ihre auf 3800 Einwohnern angelegte Grösse zu gering und weil sie mit dem Aarefluss über einen guten Vorfluter zur Verdünnung des konventionell geklärten Abwassers verfügt. Die Delegierten verabschiedeten das Budget einstimmig.

Nun folgt Projekt Schweissacker

Orientiert wurde über das Projekt Schweissacker. Von den zwei Aussenwachten «Grossweier» und «Schweissacker» wurden die Abwässer bisher nach Schwärzhäusern geleitet. Die Pumpanlage im Schweissacker ist aber zu klein dimensioniert und überlastet.

Nach der Prüfung verschiedener Varianten, entschied man sich für die Lösung, die beiden Gebiete nach Wolfwil zu entwässern. Vorgesehen ist die Verlegung einer neuen Leitung nach Wolfwil sowie die Erstellung eines neuen Pumpenhauses und zwei neuer Pumpen.

Die Kosten dieser Investition von schätzungsweise 450 000 Franken werden auf die Gemeinden Wolfwil und Schwarzhäusern aufgeteilt.

Die zusätzliche Abwassermenge ist für die ARA Aaregäu verkraftbar und wird sich nur gering auf die Betriebskosten auswirken.

Von Seiten der Klärmeister wurde allerdings das gewählte System kritisiert, das auf den ersten Blick zwar das kostengünstigste, in der alltäglichen Praxis aber sehr aufwendig ist.

Noch ist das letzte Wort nicht gesprochen, da der Projektkredit von den Gemeindeversammlungen abgesegnet werden muss.

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