Wolfwil
Pumpwerk hielt Verband auf Trab – jetzt entspricht es wieder Sicherheitsansprüchen

Nach der Sanierung des Pumpwerks Oeli durch den Abwasserverband Ara Aaregäu entspricht dieses nun wieder den Sicherheitsansprüchen.

Urs Amacher
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Das Pumpwerk Oeli in Wolfwil musste dringend saniert werden.

Das Pumpwerk Oeli in Wolfwil musste dringend saniert werden.

Bruno Kissling

Das vergangene Jahr des Abwasserverbands Ara Aaregäu war geprägt durch die Sanierung des Pumpwerks Oeli in Wolfwil, wie Verbandspräsident Thomas Blum bei der Präsentation des Geschäftsberichts 2017 ausführte. Der Ausseneinstieg hatte nicht mehr den Anforderungen der Suva betreffend Arbeitssicherheit entsprochen. Nach dem ordentlichen Submissionsverfahren wurden im letzten Herbst und Winter die notwendigen Bauarbeiten ausgeführt und die «Hühnerleiter» ersetzt.

Damit verfügt das Pumpwerk, welches sich im Eigentum des Zweckverbands Ara befindet, über eine neue Einstiegstreppe sowie eine neue Einstiegsabdeckung und entspricht somit wiederum den Sicherheitsansprüchen.

Der Betrieb der Kläranlagen verlief ruhig und planmässig. Die regelmässig durchgeführten Kontrollen ergaben ausnahmslos positive Resultate. Dies dank der gut unterhaltenen Anlage und dem engagierten Einsatz des Personals.

Über separates Netz entsorgen

Nach wie vor nicht gelöst ist das Problem der zu grossen Zuflussmengen bei Regen. Das Wasser aus den Quellen und aus der Strassenentwässerung belastet die Abwasserreinigungsanlagen übermässig. Es sollte nicht mehr über die Kanalisation der Ara zugeleitet, sondern über ein separates Netz entsorgt werden. Hier sind die beiden Trägergemeinde Wolfwil und Fulenbach gefordert. Ansonsten «haben wir unsere Jahresziele erreicht», bilanzierte Blum.

Er dankte allen Beteiligen, vor allem dem Klärmeister der Abwasserreinigungsanlage Gunzgen Martin Bleuer, der auch die Anlage des Aaregäus betreut, und seinem Team. Speziell würdige er Klärwärter Roger Beck, der sein 20-Jahre-Arbeitsjubiläum feiern kann.

Verwalter Jörg Nützi erläuterte die Jahresrechnung 2017. Der Nettoaufwand beträgt 378 756 Franken. Im Voranschlag hatte man mit 364 300 Franken gerechnet. Der effektive Aufwand liegt also 14 550 Franken über dem Budget. Die Mehrkosten entstanden vor allem wegen der Umstellung beim Klärschlamm. Dieser wird nicht mehr im eigenen Faulturm zwischengelagert, wo bisher eine Entwässerung vor sich ging. Durch den höheren Wassergehalt im Klärschlamm entstehen grössere Tonnagen und zusätzliche Fahrten zur Trocknungsanlage der Ara Gäu in Gunzgen. Ebenfalls zu Buche schlug ein unvorhersehbarer Ersatz einer Pumpe. Über alles resultierten Kreditabweichungen von 34 000 Franken, die aber zum Teil anderswo kompensiert werden konnten.

Aufwand wird aufgeteilt

Der ausgewiesene Aufwand von 378 756 Franken wird auf die 3994 Einwohner der beiden Verbandsgemeinden aufgeteilt, was einem Betrag von knapp 95 Franken pro Kopf entspricht. Die Gesamtsumme wird gemäss dem Schlüssel zu rund 169 00 Franken von Fulenbach und zu rund 209 000 Franken von Wolfwil getragen.

Schliesslich genehmigten die neun anwesenden Delegierten sowohl den Geschäftsbericht als auch die Jahresrechnung 2017 ohne Diskussion und einstimmig. Ebenso verfuhren sie mit dem von Claudia Siegenthaler verfassten Protokoll der letzten Versammlung.