Persönlich
Gibt es doch eine Gartensaison 2022?

Rahel Bühler
Rahel Bühler
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Der Salat sieht mittlerweile so aus, als ob es ihm auf dem Balkon gefallen würde.

Der Salat sieht mittlerweile so aus, als ob es ihm auf dem Balkon gefallen würde.

Rahel Bühler

Nach meiner ernüchternden Erntebilanz von vergangener Woche hatte ich den Glauben in meine gärtnerischen Fähigkeiten verloren. Wie es der Zufall (oder Petrus) aber so will, haben die Sonnenstrahlen vom Wochenende gewirkt: Gestern konnte ich zehn Cherrytomaten ernten. Und der Salat sieht mittlerweile so aus, als ob es ihm auf meinem Balkon gefällt.

Auch sonst habe ich – als Reaktion auf das «Persönlich» von vergangener Woche – viel Feedback erhalten. Ein Redaktionsgspändli meinte, ich solle es doch einfach mal mit Bewässern versuchen. Eine ehemalige Arbeitskollegin aus dem Aargau meinte, das Wetter sei heuer an allem schuld. Auch ihren Bienen gehe es nicht besonders gut, Honig gäbe es keinen. Das schönste Feedback kam von einer Leserin: «Liebe Frau Bühler, ihre gärtnerischen Fähigkeiten sind toll und gut.» Ich solle bedenken, dass dieser Sommer allen Pflanzen abscheuliches Wetter beschert hat. Zum Schluss riet sie mir, wilde Möhren in ein Kistli zu säen. Die seien zweijährig, bekämen grosse weisse Dolden und würden von vielen Insekten besucht.

Nun muss ich mir wohl oder übel überlegen, meine Gartenkarriere nächsten Frühling doch weiterzuführen. Zumal ich das Material ja eh schon gekauft und die Treppen hochgehievt habe.

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