Gemeindeversammlung

Oberbuchsiten erhält ein grösseres Reservoir und einen zweiten Schulcontainer

Das Schulhaus Steinmatt erhält einen zweiten provisorischen Schulcontainer.

Das Schulhaus Steinmatt erhält einen zweiten provisorischen Schulcontainer.

Die Gemeindeversammlung von Oberbuchsiten winkte ein leicht negatives Budget 2020 durch.

Gemeindepräsident Daniel Lederer freute sich, dass 45 Oberbuchsiter Stimmberechtigte ihr Interesse am Gemeindewohl bekundeten und die Budgetversammlung besuchten. Spannendstes Geschäft dieses Abends waren die diversen Kreditbegehren im Rahmen der Investitionsrechnung. Grösster Brocken dabei war der geplante Neubau des Reservoirs Hard mit einer Investitionssumme von 1,8 Millionen Franken.
Das bisherige, aus dem Jahr 1937 stammende Reservoir muss ersetzt werden, weil die bauliche Substanz sowie die wassertechnischen Installationen in die Jahre gekommen sind.

Ausserdem ist der Wasserdruck für die obersten Häuser im Dorf zu gering. Das neue Reservoir wird mit 600 Kubikmetern Fassungsvermögen 50 Prozent grösser ausfallen als das alte und kommt rund 20 Meter weiter oben zu stehen. Die Kreditsumme beinhaltet auch den Rückbau der alten Reservoirs sowie die erforderlichen Anpassungen am Zonenpumpwerk Friedhofweg. Die Anwesenden stimmten diesem Kreditbegehren einstimmig zu und genehmigten auch gleich die separat beantragten 100'000 Franken für die Kanalisation zum neuen Reservoir.

Unangenehmes zweites Provisorium

Obwohl die Schulhauserweiterung beschlossene Sache ist und eine Klasse schon im zweiten Jahr in einem Schulcontainer unterrichtet wird, beantragte der Gemeinderat dem Souverän ein weiteres Containerprovisorium. Nötig wird dies durch den Wechsel der grossen 3. Klasse. Sie kommt vom Schulhaus Oberdorf in die Steinmatt. Dem Gemeindepräsidenten war offenkundig unwohl, nochmals ein solches Anliegen zu stellen. Trotzdem bewilligten die Stimmberechtigen die benötigten 160'000 Franken ohne Diskussion und mit lediglich zwei Gegenstimmen.

Mit 280'000 Franken schlug der letzte Kreditantrag zu Buche, bei dem es um die dringend nötige Sanierung der Unteren Gasse ging. Darin enthalten ist der vollständige Ersatz von Strassenbelags und -beleuchtung. Auch dieser wurde einstimmig gutgeheissen.

Die übrigen Anträge kamen an diesem Abend ebenfalls diskussionslos durch. So auch das Budget 2020, bei dem Finanzverwalter Robert Nützi die grösseren Abweichungen zum Vorjahresbudget erörterte. Dabei wurde ersichtlich, dass sich auf der Ausgabenseite keine ausserordentlichen Aufwände befanden. Auf der Einnahmenseite dagegen ist das Budget beim Steuerertrag der juristischen Personen vorsichtig definiert, da die Auswirkungen der erwarteten Steuerreform noch unklar sind. Zudem stieg der Beitrag in den Finanzausgleich nach den zahlreichen guten Rechnungsabschlüssen markant an. Die Erfolgsrechnung sieht bei Aufwendungen von total 10,5 Millionen Franken ein Minus von rund 265000 Franken vor.

Die Investitionsrechnung 2020 weist Nettoinvestitionen in Höhe von 2,4 Millionen Franken auf. Der Gemeinderat beantragte, den Steuerfuss sowohl für natürliche wie juristische Personen unverändert bei 110 Prozent zu belassen. All diese Anträge waren bei der Bevölkerung unbestritten.

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