Oensingen

«Nutzt die Gelegenheit!»: Lehrstellensuchende mit Firmen vernetzen

Jugendliche und Ausbildungsbetriebe erhielten im Bienkensaal die Gelegenheit, sich kennenzulernen.

Jugendliche und Ausbildungsbetriebe erhielten im Bienkensaal die Gelegenheit, sich kennenzulernen.

An der Lehrstellenbörse im Bienkensaal in Oensingen knüpften Jugendliche zwanglos erste Kontakte mit Lehrfirmen aus der Region.

Nach den Sommerferien haben unzählige junge Menschen ihre Berufsausbildung begonnen. Die Jugendlichen, die im kommenden 2018 die obligatorische Schulzeit beenden, haben die Berufswahl erst noch zu treffen und einen Ausbildungsplatz zu finden. Doch auch die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse befinden sich im Stadium der Berufsfindung.

Hier bot die Lehrstellenbörse, die am letzten Freitag im Bienkensaal stattfand, ein hervorragendes Forum. Organisiert wurde der Anlass vom Gewerbeverein (GV) Oensingen, vom Berufsbildungsmarketing des Kantonal-Solothurnischen Gewerbeverbands sowie von der Kreisschule Bechburg gemeinsam. Eingeladen waren jedoch auch die Schulen der Region. Die Oensinger Lehrstellenbörse erlebt mithin die vierte Auflage.

Initiative und Hartnäckigkeit

Jürg Perren, Malermeister und Präsident des GV Oensingen, eröffnete die diesjährige Lehrstellenbörse. Er wünschte allen viel Erfolg, den Lehrfirmen beim Rekrutieren des Nachwuchses und den Jugendlichen bei der Lehrstellensuche.

Die Oensinger Gemeinderätin Selina Hänni forderte die Jugendlichen bei der Begrüssung zu Eigeninitiative samt Hartnäckigkeit auf und ermunterte sie: «Nutzt die Gelegenheit, mit den Berufsleuten an den Ständen zu reden!» Tatsächlich war die Lehrstellenbörse sehr gut besucht.

«Wir möchten vor allem den Jugendlichen aus der Region das Lehrstellenangebot in unserer Region zeigen» erklärte Rita Haefeli, die Schulleiterin der Kreisschule Bechburg. So können ungezwungene erste Kontakte geknüpft werden, die später ausbaufähig bis zum Lehrvertrag sind.

Mit Präsenz zum Erfolg

Da dieses Jahr die Oltner Berufsmesse pausiert, wurde der Rayon etwas weiter gefasst, sodass fünfzehn zusätzliche Firmen die Plattform nutzten, ihren Betrieb und ihre Ausbildungsberufe vorzustellen. So waren etwa Rivella (Lebensmitteltechnologie), Coop (Detailhandel), Alpiq Intec (Elektro- und Heizungsinstallateure), Eiholzer Gebäudereinigung oder die Schule für Mode und Gestaltung in Olten zum ersten Mal dabei.

Ebenfalls aus Olten war Thomas Rhiner vom Restaurant «Aarhof» präsent. Vor den Augen des Publikums bereitete eine Lehrtochter ein Pilzrisotto zu und reichte es den Gästen zum Probieren. Für Rhiner war nicht primäres Ziel, seine Lehrstellen zu besetzen, sondern die Attraktivität der Berufe im Gastgewerbe generell zu zeigen.

Gut vertreten waren die handwerklichen Berufe. Zwar ist bekannt, dass diese bei den Wunschberufen weniger weit oben figurieren als etwa kaufmännische. Doch das Rezept ist klar, man muss proaktiv sein. Davon ist der Inhaber des Café Knaus überzeugt. Der Oensinger Bäcker/Konditor ist seit Beginn bei der Lehrstellenbörse dabei und gerät beinahe ins Schwärmen: «Wir bieten jedes Jahr zwei Lehrstellen für den ‹süssesten Beruf› an. Seit wir an diesem Event mitmachen, konnten wir unsere Ausbildungsplätze immer mit sehr geeigneten und motivierten Lehrlingen aus der Region besetzten».

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