Nachfolge
Nino Joller ist der neue Präsident vom Naturpark Thal

Der Balsthaler wurde zum neuen Präsidenten des Vereins Region Thal gewählt. Damit tritt er die Nachfolge von Bruno Born an, der nach sieben Jahren sein Amt abgibt.

Fränzi Zwahlen-Saner
Drucken
Teilen
Nino Joller ist der neue Präsident des Vereins Region Thal/Naturpark Thal.

Nino Joller ist der neue Präsident des Vereins Region Thal/Naturpark Thal.

zvg

13 Delegierte des Vereins Region Thal beschlossen in der Versammlung vom 8. Dezember 2020 in der Aula in Mümliswil Nino Joller aus Balsthal als neuen Präsidenten des Vorstands des Vereins Region Thal und somit des Naturparks Thal zu wählen. Joller verfügt sowohl in der Politik als ehemaliger Gemeinderat von Balsthal, wie auch in der Unternehmensführung als Mitglied der Geschäftsleitung von Helion, Bouygues E&S InTec Schweiz AG über breite Erfahrungen.

Nach seiner Motivation für die neue Aufgabe gefragt, erklärte er an der Delegiertenversammlung via Videoübertragung: «Ich möchte den Austausch und die Zusammenarbeit der Thalerinnen und Thaler sowie deren Gemeinden stärken und den hiesigen Wirtschaftsstandort fördern» (s. auch «Nachgefragt»). Die Region ist dem verheirateten Familienvater von zwei kleinen Töchtern ein grosses Anliegen: «Es ist mir wichtig, dass die Vorzüge unserer Natur und Landschaft im Thal erkannt wird und der nächsten Generation intakt übergeben werden kann, und es macht mich stolz, dass ich dieses Amt annehmen darf.»

«Ich werde alle Thaler vertreten»

Der Balsthaler Nino Joller (*1987) ist neuer Präsident des Vereins Region Thal und damit auch Präsident des Naturpark Thal. Er beantwortet vier Fragen:

Nino Joller, welche Angebote des Naturpark Thal nutzen sie persönlich?

Nino Joller: Als passionierter Biker die Bike-Routen, aber auch die Wandermöglichkeiten mit der Familie, den Holzweg und die gesellschaftlichen Anlässe wie den Naturpark-Märet oder den Kulturtag. Ich konsumiere selber oder verschenke auch gerne Naturpark Produkte.

Was reizt Sie an diesen neuen Amt?

Die breite Palette der Themen. Von Wirtschaft, Bildung über Natur und Landschaft wird alles tangiert. Das gefällt mir.

Wie stehen sie zur Wisent-Ansiedlung im Thal?

Ich bin persönlich offen und neugierig auf dieses Projekt. Doch als Naturpark-Präsident werde ich eine neutrale Haltung einnehmen.

Werden Sie als Balsthaler dem Hauptort mehr Gewicht im Naturpark geben?

Ich bin auch ein Thaler und will für das Thal da sein. Naturgemäss wird durch mein Netzwerk ein Balsthaler Bezug entstehen.

Zu Beginn eine turbulente Präsidentschaft

Bruno Born, der abtretende Präsident, sagte: «Mit der Übergabe des Präsidiums des Vereins Region Thal geht für mich eine bewegte und sehr interessante Zeit zu Ende. Während der vergangenen sieben Jahre durfte ich viele interessante Begegnungen machen, viele Gespräche führen und nicht zuletzt auch viele Leute im Thal und weit darüber hinaus kennen lernen.»

Überstrahlt werde die Zeit von den Abstimmungen in den einzelnen Gemeinden zur Weiterführung des Naturparks von 2020 bis 2029. Alle neun Gemeinden stimmten dabei mit überwältigendem Mehr zu. Born verhehlte auch nicht, dass der Beginn seiner Zeit als Präsident nicht einfach war und von vielen Personalwechseln in der Führung des Naturparks geprägt war, was zu einiger Kritik führte. Allerdings kehrte vor vier Jahren Ruhe ein.

Ines Kreinacke, die Geschäftsführerin stellte kurz das Budget 2021 vor. Da die Rechnung 2020 des Naturparks voraussichtlich mit einem Gewinn von rund 120'000 Franken schliesst, weise das Budget 2021 ein Minus von rund 114'000 Franken aus. «Dies sind Mittel, die in diesem Jahr nicht investiert wurden.» Denn vieles, was 2020 aufgrund von Corona verschoben werden musste, kann dann im kommenden Jahr realisiert werden. Sie versicherte aber: «Wir geben nur Geld aus, was wir auch haben.»

Als Ausblick auf kommende Projekte erwähnte sie aus den Themen Natur und Landschaft: «Im Bereich Fliessgewässer und Weiher werden wir Projekte lancieren. Dann wird die Renovation der Heuschürli auf dem Oberberg Thema sein und das Monitoring seltener Pflanzen im Thal sowie der Bau der Trockenmauern werden aufgenommen.»

Corona bestimmt die Zukunft

Im Tourismus sollen neue Themenwege installiert werden und die Umsetzung einer kleinen Sternwarte in Zusammenarbeit mit der Astronomischen Gesellschaft Solothurn sei vorgesehen. «Wir müssen uns auch vermehrt Gedanken zur Lenkung des Tagestourismus machen», so Kreinacke. Bei all den Vorhaben sei aber zentral: «Wie lange dauern die Coronamassnahmen noch an?»

Zum Schluss dankte auch Ines Kreinacke Bruno Born für die vier Jahre, die sie mit ihm zusammen gearbeitet hatte, und erinnerte an einige Meilensteine ihrer Zusammenarbeit. Mit Born gibt auch die langjährige Protokollführerin Regina Fuchs ihr Amt ab. Auch ihre Arbeit wurde bestens verdankt.