Oensingen

Neuer A1-Werkhof für 23,4 Millionen Franken: Bund ersetzt die alten Gebäude

Der heutige Werkhof der Nationalstrassen entstand Ende der 60er-Jahre.

Der heutige Werkhof der Nationalstrassen entstand Ende der 60er-Jahre.

In weniger als zwei Jahren will der Bund mit den Bauarbeiten an der Autobahnzufahrt zur A1 beginnen: Das Bundesamt für Strassen ersetzt den bestehenden Werkhof durch Neubauten und investiert hierfür rund 23,4 Millionen Franken. Von Oensingen aus werden etliche Strassenkilometer unterhalten.

Der Werkhof an der Dünnern ist so etwas wie die Klinik der Autobahnen: Von Oensingen rücken 45 Mitarbeitende aus, um die Strassen zu unterhalten und den Betrieb aufrechtzuerhalten. Die Nationalstrassen A1, A2, A3, und A5, die von Westen nach Osten und von Norden nach Süden führen und sich im Mittelland verknoten, werden vom Gäu aus gewartet. Das Einzugsgebiet reicht von Lengnau BE bis nach Dietikon ZH und von den Landesgrenzen zu Frankreich und Deutschland bis nach Reiden oder Birrfeld.

Der direkt an der A1 gelegene Werkhof mit den fünf Gebäuden ist in die Jahre gekommen. Wie das Bundesamt für Strassen vergangene Woche mitteilte, will es ab März 2022 die bestehenden Gebäude durch Neubauten ersetzen. «Die bestehende Bausubstanz befindet sich teils in einem schlechten Zustand», schreibt das Astra. Die Räume würden nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen. Zudem hat der Werkhof in der aktuellen Form gemäss Bundesamt für Strassen die Kapazitätsgrenze erreicht – die Betriebseinbauten haben ihre Altersgrenze erreicht. Die Fahrzeughallen des Werkhofs Oensingen bestehen seit 1967, die Verwaltung seit 1970.

Rund 23,4 Millionen Franken will der Bund deshalb für den neuen Werkhof investieren, der bis im Oktober 2023 etappenweise entstehen soll. Mit dem neuen Finanzausgleich (NFA) übernahm das Bundesamt für Strassen (Astra) die Nationalstrassen im Jahr 2007 von den Kantonen. Entsprechend teilte der Bund die Gebietseinheiten, welche den Betrieb aufrechterhalten, neu formiert und umstrukturiert. Mit der Reorganisation mussten die beiden Werkhöfe Frick und Basel aufgelöst werden. In den beiden Werkhöfen in Sissach und Schafisheim passte der Bund in den letzten Jahren den Betrieb den aktuellen Bedürfnissen an, wie das Astra auf Anfrage mitteilt. Nun stünden die Anpassungen des in die Jahre gekommen Werkhofs Oensingen noch an, «um den Angestellten zeitgemässe Arbeitsplätze zu bieten und sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen», schreibt das Astra. Der neue Werkhof soll für mindestens 25 Jahre den Ansprüchen genügen. Somit dürfte dieser beispielsweise auch für den geplanten 6-Spur-Ausbau auf der A1 von Luterbach bis Härkingen ausgelegt sein.

Nur noch drei statt fünf Gebäude

Das Areal des heutigen Werkhofes in der Neumatt, in Nachbarschaft zum Polizeiposten und der Vebo Genossenschaft ist im Eigentum der Eidgenossenschaft. Die Herausforderung werde es sein, den Betrieb während der ganzen Bauphase aufrechtzuerhalten. Der Werkhof sei an den Standort gebunden und müsse weiter funktionieren. «Mit einem Etappierungs- und Bauphasenplan, der die saisonalen Gegebenheiten des Betriebs berücksichtigt, wird diese Anforderung garantiert», so das Astra. Im neuen Werkhof werden die Gebäude optimiert und auf drei Gebäude reduziert: die Verwaltung, das Servicecenter und eine Fahrzeughalle.

Hinweis Das Projekt ist bis am 19. August auf der Gemeindeverwaltung in Oensingen aufgelegt.

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