Thal-Gäu

Nach Umgestaltung: Die Dünnern in Welschenrohr zeigt sich als vielfältiges blühendes Biotop

Der Bachlauf der Dünnern in Welschenrohr ist wieder revitalisiert.

Der Bachlauf der Dünnern in Welschenrohr ist wieder revitalisiert.

Die Mitglieder der Flurgenossenschaft Welschenrohr freuen sich über die revitalisierte Dünnern, doch es gibt noch «Baustellen».

Mehrheitlich positive Stimmen vernimmt man zur Umgestaltung des Dünnernlaufes westlich der Industriezone in Welschenrohr. Viele Spaziergänger benützen die Strasse entlang der Dünnern, verweilen auf Ruhebänken und freuen sich an der Vielfalt der Natur an Ufern und Bach.

Im Frühling konnten die Arbeiten abgeschlossen werden. Mit dem Einbau von Buhnen, Faschinen, Raubäumen und Steinhaufen wurde der Lauf des Wassers gebremst. Für Fische und viele Wasserlebewesen bietet sich Unterschlupf und Schutz. Was sich Ende Winter noch öd und kahl präsentierte, ist heute begrünt und zeigt sich als vielfältiges blühendes Biotop. Das Projekt gilt als Ersatzmassnahme für Strassenbauten und Drainagen. Die Kosten belaufen sich auf 350'000 Franken und werden aus dem Renaturierungsfonds bestritten. Sie belasten also weder Flurgenossenschaft noch Gemeinde.

«Noch stehen in Wegbau und Drainagen einige kleinere Arbeiten an. Aber der grosse Brocken folgt zum Schluss mit der Instandstellung der Hof­zufahrten im Rahmen von 1,5 Millionen Franken,» berichtete Flurgenossenschaftspräsident Beni Brunner. Dazu wurde eine Teststrecke an der Sollmattstrasse ausgeführt. Der aus­gebaute Asphalt muss zur thermischen Entsorgung via Basel nach Holland überführt werden. Mit einem Bindemittel wurde der bestehende Kieskoffer stabilisiert, planiert und mit einer Asphalttragschicht versehen. Durchwegs gute Qualität zeigt der Prüfungsbericht. Hingegen wurde auf die Bildung von Wellen in steilen Abschnitten hingewiesen, was vor der Ausführung des Gesamtprojektes abgeklärt werden muss.

Viehdurchlass beim Schützenhaus

In seinem Bericht über die Arbeiten berichtete Projektleiter Leif Althaus über defekte Sammelleitungen, erledigte Entwässerungsbegehren und Wegbauarbeiten. Zwei weitere Begehren wurden unter Vorbehalt ins Programm aufgenommen. Die Querung der Hauptstrasse mit Vieh im Bereich des Schützenhauses führt oft zu kritischen Situationen. Es besteht der Plan für den Bau einer Unterführung, was Kosten von 220'000 Franken verursachen würde. Überprüft wird auch die Verbindung der beiden Höfe Marti und ehemals Siegenthaler im Schattenberg über den Schafbach. Wenn sie im Rahmen des Gesamtaufwandes von 9,5 Millionen Franken möglich sind, sollen beide Vorhaben realisiert werden.

Hans Ruedi Affolter übergibt an Leif Althaus

In seinem letzten Jahresbericht schreibt der scheidende Projektleiter Hans Ruedi Affolter: «Es war mit eine angenehme Zeit mit vielen spannenden Begebenheiten und tollen Menschen in Welschenrohr.» Affolter war seit Beginn der Güterregulierung im Jahre 2005 dabei. Seinen Nachfolger Leif Althaus hat er bestens in das Werk eingeführt und er geniesst nun den verdienten Ruhestand.

Meistgesehen

Artboard 1