Balsthal
Nach Grossbrand: «Sowas macht die gewohnte Umgebung zur Sau»

Ein Grossbrand zerstört in der Silvesternacht die ehemalige Schreinerei Rütti in Balsthal SO. Die Feuerwehr kämpft lange mit den Flammen. Übrig bleibt eine Ruine. Die Bewohner sind schockiert und fassunglos über die Zerstörung.

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Es war eine traurige Silvester-Nacht für die ehemalige Besitzerfamilie der Schreinerei Rütti in Balsthal SO. Bei einem Grossbrand wurde ihre Schreinerei komplett zerstört. Das Feuer nahm ihnen ihr Lebenswerk, an dem viele Emotionen hingen.

Bis vor drei Monaten war die Schreinerei noch in Betrieb. Danach hat die Familie das Gelände an verschiedene Firmen vermietet.

In Balsthal ist am Silvesterabend eine Schreinerei vollständig abgebrannt.
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Die Schadenhöhe dürfte mehrere Millionen Franken betragen.
Verletzt wurde niemand.
Der Alarm ging bei der Kantonspolizei Solothurn am Donnerstag, 23 Uhr, ein.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte steht ein Gebäude schon in Vollbrand.
Dank taktisch richtigem Vorgehen gelang es den Feuerwehren, ein Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus und die umliegenden Gebäude zu verhindern.
In Balsthal brennt in der Silvesternacht eine Schreinerei ab
Luftaufnahme vom Freitagmorgen - nach der verheerenden Brandnacht.
Blick auf das Areal der Schreinerei nach der Brandnacht.

In Balsthal ist am Silvesterabend eine Schreinerei vollständig abgebrannt.

Kapo SO

Für die Bevölkerung in Balsthal ist der Brand ebenfalls eine Katastrophe. «Es macht die gewohnte Umgebung zur Sau», sagt ein Bewohner, der fassunglos vor der Ruine des historischen Gebäudes steht, gegenüber «Tele M1».

«Es ist ein Schock», sagt eine weitere Bewohnerin, die Situation sei «schlimm». Sie frage sich, was nach den Aufräumarbeiten mit dem Gelände, auf dem nur noch die Grundmauern der Schreinerei steht, passiere.

Eine Antwort auf diese Frage gibt es wohl noch nicht. Vorerst ist die Feuerwehr mit der Beseitigung der Brandschäden beschäftigt. Herumliegende Trümmer machen es den Feuerwehrleuten schwer, das Feuer vollständig zu löschen. Brandermittler versuchen die Ursache des Feuers zu finden. Aufräumarbeiten und Ermittlungen dauern noch an.

«Wir können noch nichts ausschliessen», sagt Bruno Gribi, Mediensprecher der Kantonspolizei Solothurn, am Freitagnachmittag gegenüber «Tele M1». Eine mögliche Brandursache wäre etwa Feuerwerk oder ein Glimmbrand in der Holzschnitzelheizung.

Sachschaden in Millionenhöhe

Am Abend des Brands feierten mehrere ehemalige Feuerwehroffiziere gemeinsam Silvester. Sie hätten sofort die Grösse und die Tragik des Feuers erfasst, erzählt Stephan Berger, Oberamtsvorsteher Thal-Gäu. «Es ist uns gelungen, ein junges Pärchen zu alarmieren, das vom Brand noch nichts bemerkt hatte», sagt er weiter.

Beim Grossbrand wurde niemand verletzt, es entstand jedoch ein Sachschaden von mehreren Millionen Franken. (zam)