Matzendorf

Mehr Primarschüler erfordern mehr Klassen

An der Primarschule in Matzendorf sollen in Zukunft vier und nicht wie bisher drei Klassen geführt werden. Alois Winiger/Archiv

An der Primarschule in Matzendorf sollen in Zukunft vier und nicht wie bisher drei Klassen geführt werden. Alois Winiger/Archiv

In den nächsten Jahren sollen vier statt drei Primarschulklassen in Matzendorf geführt werden.

Die Lehrkräfte in Matzendorf wollen die Klassengrössen in der Primarschule optimieren, weil mehr Schüler in naher Zukunft erwartet werden. Über dieses Begehren informierte Doris Hügli, Gemeinderätin Ressort Bildung, an der letzten Gemeinderatssitzung.

Die Entwicklung der Schülerzahlen zeigt, dass für das kommende Schuljahr bedeutend mehr Schüler zu erwarten sind. Die Klassengrössen liegen zwischen 21 und 26 Schülern. Der Kanton empfiehlt 25 Schüler pro Klasse als oberste Grenze. Solch grosse Schulklassen wollen die Fach- und Musikkommission sowie die Schulleitung den Lehrkräften nicht zumuten.

Somit sollen die Klassen nicht wie bis anhin in drei Schulklassen (1. und 2., 3. und 4. beziehungsweise 5. und 6. Klasse) unterteilt werden, sondern in vier Schulklassen (1. Klasse, 2. und 3. Klasse, 4. und 5. Klasse sowie 5. und 6. Klasse). Mit dieser Massnahme kann die Anzahl Schülerinnen und Schüler pro Klasse tiefer gehalten werden, wovon Schüler und Lehrpersonen gleichermassen profitieren. Diese Variante beinhaltet die Schaffung eines Teilpensums mit 16 Lektionen.

Das Teilpensum kann voraussichtlich mit den heute beschäftigten Lehrpersonen abgedeckt werden. Mit einer ähnlichen Anzahl Schüler ist auch im Schuljahr 2018/2019 zu rechnen. Erst im Schuljahr 2019/2020 ist nach heutiger Prognose wieder mit schwächeren Jahrgängen und somit wieder mit drei Primarschulklassen zu rechnen.

Rechnung mit leichtem Plus

Anlässlich derselben Gemeinderatssitzung besprach der Rat das Budget für das Jahr 2017. Finanzverwalterin Cordelia Meister erläuterte die wesentlichen Änderungen gegenüber dem diesjährigen Budget. Die Erfolgsrechnung im Budget 2017 schliesst bei Ertrag von 6'728'656 Franken und Aufwand von 6'719'542 Franken mit einem voraussichtlichen Ertragsüberschuss von 9114 Franken ab. Das Budget genehmigte der Gemeinderat einstimmig zuhanden der Budgetgemeindeversammlung vom Montagabend.

Die Einwohnerinnen und Einwohner werden über einige Investitionsanträge abzustimmen haben. So zum Beispiel über die Instandstellung des öffentlichen Spielplatzes bei der Sporthalle oder auch diverse Strassensanierungen (Horngraben, Rainweg, Emetstrasse). Die Investitionsrechnung weist denn auch eine Nettoinvestition von 1'237'000 Franken auf.

Zudem will der Gemeinderat keinen Teuerungsausgleich auf die Löhne und Gehälter der Gemeindeangestellten entrichten. Und auch die Feuerwehr- und Hundeabgabe sowie die Gebühren im Bereich Wasser, Abwasser und Abfall sollen ebenfalls keine Änderung erfahren. Der Steuerfuss in Matzendorf soll bei 135 Prozent der einfachen Staatssteuer beibehalten werden.

Angepasst sollen jedoch die Baugebühren werden. Diese sind seit Erstellung des Gebührenreglements im Jahr 1996 nicht verändert worden. Zu einem grossen Teil sind die Gebühren nicht kostendeckend. So sollen etwa die Gebühren für Baugesuche und Voranfragen nach Aufwand in Rechnung gestellt werden. Der Gemeinderat hat der Änderung des Bau- und Gebührenreglements einstimmig zuhanden der Gemeindeversammlung zugestimmt.

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