Video-Wettbewerb

Life Hacks fürs Klavier: So steigt der Matzendorfer mit Humor auf das Podest

Das Konzept der Life Hacks ist bereits sehr beliebt auf Youtube, nun liefert Joel Fluri diejenigen fürs Klavier.

Das Konzept der Life Hacks ist bereits sehr beliebt auf Youtube, nun liefert Joel Fluri diejenigen fürs Klavier.

Während des Lockdown veranstaltete die Hochschule Luzern einen Wettbewerb unter den Masterstudenten Pädagogik zum Thema Distance Learning. Der Matzendorfer Joel Fluri gewann den dritten Platz.

Joel Fluri absolvierte bereits den Bachelor of Arts in Music mit dem Hauptfach Klavier und seinen ersten Master in Performance in Luzern. Er unterrichtet seit zwei Jahren an der Musikschule Malters. Im Winter soll auch der zweite Master in Pädagogik folgen.

Als das Thema Video-Wettbewerb aufkam, hat Fluri lange mit der Professorin diskutiert. «Erst wollte ich etwas Trockeneres machen», sagt Fluri: eine historische und musiktheoretische Analyse von Chopins «Nocturne» und dem Komponisten. Bald merkte er aber, dass «er selbst auch Spass daran haben wollte». Das Konzept der Life Hacks sei, nach Fluri, bereits sehr beliebt auf Youtube, nur «für Klavier gibt es das noch nicht». Und dies im verspielten Charlie-Chaplin-Stil, der auch «gerade so rein gepasst» habe. Fluri denkt hierbei an Werbefilme aus vergangenen Zeiten zurück.

Bei der Zusammenstellung seines Videos half Fluris Frau, die Video studiert hat. Das nötige Equipment und die Software waren also schon vorhanden. Fluri meint, «ich konnte noch viel lernen». Einzig die Zeit drängte: Erst drei Tage vor der Deadline startete Fluri mit seinen Aufnahmen, wobei er die aufwendige Post-Production-Zeit unterschätzte. «Ich war knapp dran», sagt Fluri, doch schlussendlich lieferte er das Video rechtzeitig ab.

Youtube: Piano Life Hacks von Joel Fluri aus Matzendorf – 3. Rang Video-Wettbewerb zu Distance Learning

Das Projekt sei eine «lustige Erfahrung» gewesen und auch eine «tolle Bestätigung». Fluri merkt, dass es wichtig ist, Dinge zu tun, die man auch geniessen kann. Eine Materie müsse ihm zufolge nicht zwingend trockenes Wissen und Technik sein, um einen pädagogischen Wert zu haben. Sein dritter Platz zeigt ihm, dass durchaus auch etwas Lockeres und Lustiges diesen Zweck erfüllt.
Der Wettbewerb inspiriert Fluri sogar, ein ähnliches Projekt mit seinen Schülern umzusetzen: «Vielleicht um spezifische Probleme wie die Nervosität vor einem Konzert anzugehen», überlegt er sich. (gss)

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