«Leben retten durch richtiges Handeln im Notfall.» Unter dieses Motto stellte André Schwaller, Präsident des Vereins Freunde der Schälismühle, den kürzlich stattgefundenen Basiskurs zum Umgang mit dem neu angeschafften Defibrillator.

In Zusammenarbeit mit der Herzstiftung Olten finanzierten und installierten die Betreiber des Gäuer Forums Schälismühle solch ein lebensrettendes Gerät im Erdgeschoss des historischen Gebäudes.

Für Notfall sensibilisiert

Schwaller konnte mehr als ein Dutzend interessierte Vereins- und Genossenschaftsmitglieder zu diesem Kurs begrüssen. Unter der Leitung von Gabriele Vogler wollten sie den korrekten Umgang mit dem Defibrillator lernen.

Die diplomierte Pflegefachfrau und Inhaberin der medizinischen Beratungsfirma praevo verstand es, in fachkompetenter und trotzdem lockerer Art und Weise die Teilnehmer für die lebensrettenden Massnahmen bei einem Herznotfall zu sensibilisieren.

Nach der Besprechung von Überlebenskette und korrekter Alarmierung standen die Grundsätze einer Reanimation im Vordergrund. Der wichtigste Grundsatz hierbei lautet, dass Laienhelfer bei der Ersten Hilfe keine Fehler machen – nur nichts tun, ist ein Fehler.

In der Folge lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer intensiv die Anwendung der korrekten Herzdruckmassage und Beatmung. Das halbe Dutzend zur Verfügung stehender, mit Sensoren versehener Dummies (menschenähnliche Attrappen) lieferte dabei wertvolle Rückmeldungen, ob Beatmung sowie Kompressionsfrequenz und -tiefe korrekt ausgeübt wurden.

Die konzentriert und gewissenhaft arbeitenden Auszubildenden kamen buchstäblich ins Schwitzen. Allen wurde klar, dass Wiederbelebung nur als Teamarbeit erfolgreich sein kann.

Einfache Bedienung

Die eigentliche Anwendung des Defibrillators ist insofern keine Hexerei, als das Gerät nach dem Einschalten dem Helfer stets sagt, was als Nächstes zu tun ist. Dies ist umso hilfreicher, weil als Laie in solch einer Stresssituation rasch etwas vergessen gehen kann. So befinden sich im Gerätekasten gleich auch Beatmungsmaske, Schere und Einwegrasierer.

Am Ende des intensiven, aber kurzweiligen und sehr lehrreichen Kompaktkurses waren sich alle Teilnehmer einig, etwas sehr Nützliches gelernt zu haben. Trotzdem hofft natürlich jedermann und -frau, das Gelernte möglichst nie anwenden zu müssen. Die Schälismühle und ihre Betreiber sind ab sofort gegen den Fall der Fälle gewappnet. (bux)