Gemeinderechnung
Mehr Steuereinnahmen für Laupersdorf im letzten Jahr

Die Gemeinderechnung 2020 von Laupersdorf schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 544'000 Franken.

Rudolf Schnyder
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Der Weiler Höngen und im Hintergrund Laupersdorf. Die Jahresrechnung 2020 der Einwohnergemeinde schliesst mit einem Ertragsüberschuss.

Der Weiler Höngen und im Hintergrund Laupersdorf. Die Jahresrechnung 2020 der Einwohnergemeinde schliesst mit einem Ertragsüberschuss.

Bruno Kissling

Die Gemeindeversammlung von Laupersdorf fand wiederum in der Mehrzweckhalle «Kreuzacker» statt, diesmal nur vor 20 Stimmberechtigten. Gemeindeverwalter Stefan Schaad präsentierte die Gemeinderechnung 2020, die bei einem Aufwand von 8,09 Mio. Franken und einem Ertrag von 8,63 Mio. Franken mit einem Ertragsüberschuss von 544'383 Franken schliesst.

Das Budget 2020 sah einen Ertragsüberschuss von nur 109'704 Franken vor. «Der Ertragsüberschuss ist grösstenteils auf den erhöhten Steuerertrag zurückzuführen. Der Gesamt-Steuerertrag beläuft sich auf 4,7 Mio. Franken. Zum erfreulichen Ergebnis hat auch die grosse Budget-Disziplin beigetragen, was sich in den wenigen Nachtragskrediten zeigt», führte Schaad aus.

Kennzahlen zur Rechnung 2020 von Laupersdorf

Rechnung 2019 Rechnung 2020
Erfolgsrechnung (Angaben jeweils in 1000 Fr.)
Gesamtaufwand 8090 7917
Gesamtertrag 8634 8577
Jahresergebnis 544 660
Steuereinnahmen nat. Pers. 4139 4187
Steuereinnahmen jur. Pers. 396 136
übrige Steuereinnahmen 246 278
Gesamtabschreibungen (inklusive Spezialfinanzierung) 508 473
Investitionsrechnung (Angaben jeweils in 1000 Fr.)
Investitionsausgaben 1089 401
Investitionseinnahmen 102 299
Nettoinvestitionen 987 102
Weitere Kennzahlen
Steuerfuss nat. Pers. 124 % 125 %
Steuerfuss jur. Pers. 105 % 105 %
Selbstfinanzierungsgrad 118 % 1225 %
Eigenkapitaldeckungsgrad 27 % 21%
Netto-Vermögen pro Kopf
Netto-Schulden pro Kopf 1159 1264

Schaad bilanzierte die Steuerentwicklung im letzten Jahrzehnt. 2011 resultierte bei 1688 Einwohnern und einem Steuersatz von 129 Prozent ein Steuerertrag von 3,69 Mio. Franken; 2005 bei 1680 Einwohnern und einem wesentlich höheren Steuersatz von 135 Prozent ein solcher von nur 3,12 Mio. Franken. Die Investitionsrechnung 2020 weist bei Ausgaben von 1,08 Mio. Franken und Einnahmen von 101636 Franken eine Netto-Investitionssumme von 987'000 Franken auf, budgetiert waren 742'000 Franken.

Hohe Investitionskosten wegen Schulhauses Linden

Die höhere Netto-Investitionssumme ist auf die Sanierung des Schulhauses Linden zurückzuführen, welche im Juni 2020 mit einem Kredit von 1,8 Mio. Franken beschlossen wurde. 2020 sind bereits rund 460'000 Franken verbaut worden. Insgesamt mussten dem Souverän fünf Nachtragskredite mit einer Gesamtsumme von 170'555 Franken zur Genehmigung vorgelegt werden.

Der Ertragsüberschuss wird ins Eigenkapital übertragen, welches neu 3, 5 Mio. Franken aufweist. Die Spezialfinanzierung Wasserversorgung schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 2004 Franken ab. Die Abwasserbeseitigung weist einen Ertragsüberschuss von 14'988 Franken auf. Mit einem geringen Ertragsüberschuss von 347 Franken schliesst die Spezialfinanzierung Abfallbeseitigung. Die Gemeindeversammlung genehmigte die Rechnung 2020 einstimmig.