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Kurz nach Sanierung: Der Rote Pfeil muss schon wieder in die Reparatur

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Der Rote Pfeil wurde mit Hilfe Crowdfunding saniert. (Archiv)

Der Rote Pfeil wurde mit Hilfe Crowdfunding saniert. (Archiv)

Barbara Ryser

Über ein Crowdfunding brachte die Oensingen-Balsthal-Bahn im vergangenen Jahr die nötigen Mittel auf, um den roten Pfeil zu sanieren. Das Schmuckstück aus dem Zugdepot des kleinen Bahnunternehmens nahm wieder Fahrt auf. Nach 6000 Kilometern war aber bereits wieder Schluss: In Olten erlitt einer der Motoren des Roten Pfeils nach Überstrom Totalschaden.

Das Glück der OeBB ist, dass die Versicherung für 80 Prozent des Schadens aufkommt – den Rest muss das Bahnunternehmen selbst berappen. Bedingt durch das Coronavirus erhielt die OeBB im ersten Halbjahr 2020 keine Ersatzteile geliefert, weshalb die RBe 2/4 202 nun erst im Oktober repariert wird.

Den historischen Zug aufgeben? «Das ist kein Thema», verneint Schindelholz vehement. Sobald der Rote Pfeil wieder über die Gleise rollt, möchte die OeBB Gelder für die Lackierung auftreiben. Rund 50'000 Franken benötigt sie, um das Kulturgut zu erhalten. «Wir sind auf der Suche nach Sponsoren», sagt Schindelholz. Der Lotteriefonds lehnte ein erstes Gesuch ab. (yas)