Abstimmung

Ja zur Investition: Holderbanks altes Schulhaus ist beliebt

Viele hängen in Holderbank am alten Schulhaus. (16. Dezember 2016)

Viele hängen in Holderbank am alten Schulhaus. (16. Dezember 2016)

Relativ knapp sagen die Stimmberechtigten Ja zu einer Investition von 4,5 Millionen Franken. Somit kann die Gemeinde Holderbank ihre sechs Liegenschaften sanieren.

Deutlich ist das Ja zum alten Schulhaus. In der Thaler Gemeinde haben offensichtlich viele Einwohnerinnen noch einen starken Bezug zum Schulhaus. Knapp 60 Prozent der Stimmberechtigten sprachen sich bei einer Wahlbeteiligung von 43,75 Prozent dafür aus, das alte Schulhaus zu erhalten. Dies wird die weitere Planung in Holderbank entscheidend beeinflussen. Bei einem Nein hätte die Gemeinde das alte Schulhaus abgerissen. Nun erhielt der Gemeinderat den Auftrag, weiter mit dem historischen Gebäude zu planen.

Skepsis nach finanziell schwierigen Jahren

In der zweiten Vorlage ging es nämlich darum, ob Holderbank seine sechs gemeindeeigenen Liegenschaften für 4,5 Millionen Franken sanieren soll. Das neue Schulhaus, die Turnhalle, das alte Schulhaus, der Gemeindesaal inklusive Werkhof, der Kindergarten und die Gemeindekanzlei weisen Mängel auf. Aufgrund der finanziell schwierigen Lage in den letzten Jahren blieben Unterhaltsarbeiten auf der Strecke. Gestern Sonntag sagte die Bevölkerung Ja zu dieser Investition. Jedoch fiel das Resultat knapp aus.

Bloss 14 Stimmen machten bei 258 abgegebenen Stimmzetteln die Differenz. Gemeindepräsident Urs Hubler zeigte sich auf Anfrage erfreut über die Zustimmung zur Sanierung. «Ich erwartete zwar, dass wir mehr Zuspruch erhalten», so Hubler. Die Angst sei nach den finanziell schwierigen Jahren noch präsent, begründete Hubler die Skepsis, welche sich im Abstimmungsergebnis niederschlägt. Mit der Strategie, gleich alle sechs Gebäude ins Paket zu nehmen, habe das knappe Resultat nichts zu tun. «Die Menschen wissen, dass wir unsere Liegenschaften auffrischen müssen», sagte Hubler.

Der Gemeinderat wird nun die Detailplanung der Sanierung in Angriff nehmen. Wichtigste Baustelle wird das alte Schulhaus sein, für welches Holderbank rund 1 Million Franken aufwenden will. Wie das alte Schulhaus künftig genutzt wird, muss die Gemeinde zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. Zwei Varianten hierzu sind vorgezeichnet: Entweder die Gemeindekanzlei oder der Kindergarten soll in das Schulhaus integriert werden. Auch soll das als schützenswert eingestufte Gebäude künftig weiterhin den Vereinen als wichtige Basis offenstehen. Würde die Gemeinde ihre Kanzlei ins alte Schulhaus umsiedeln, erhofft sie sich, die bestehende Liegenschaft für rund 220 000 Franken verkaufen zu können.

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