Als Energiestadt führte Oensingen während zwölf Jahren eine Energiestatistik, deren Ergebnisse der Jahre 2006 bis 2017 vorliegen. Sie zeigt eine Verbesserung, auch wenn die Bevölkerung während dieser Zeit auf 6493 Einwohner (+36 Prozent) wuchs. Die Anzahl Arbeitsplätze stieg auf 4822 Vollzeitäquivalente (+28 Prozent) und die Anzahl Haushalte auf 2856 Wohneinheiten (+37 Prozent). Hingegen sank der Heizölverbrauch auf 1210 Tonnen (–58 Prozent). Der Gasbezug fiel auf 27.6 GWh (–11 Prozent), obwohl es mehr Anlagen gab. Dies ausschliesslich aufgrund der energetischen Sanierungen. In den vergangenen zwölf Jahren wurde die Fernwärme mit 36 Anschlüssen aufgebaut; der Bezug von Energieschnitzeln stieg von 290 m3 auf 4225 m3, was 8,0 GWh verkaufter Wärme entspricht. Das Bhkw der Kompogas AG produzierte 6,1 GWh Strom und 1,4 GWh Wärme. Photovoltaikanlagen produzierten 0,9 GWh Strom. Der Bedarf an Strom stieg auf 67,3 GWh (+19 Prozent) und ist hauptsächlich auf den Strombedarf der 152 Wärmepumpenanlagen zurückzuführen.

Die Energiebilanz sank von 121,4 GWh auf 107,7 GWh (–11,3 Prozent). Der Anteil erneuerbare Energie betrug 17,6 GWh; dies sind 16,4 Prozent der Energiebilanz. Bis heute sind rund 950 Wohneinheiten mit einem niedrigen Energiestandard errichtet beziehungsweise saniert worden, was etwa 33 Prozent der Bausubstanz entspricht. Die CO2-Emissionen ohne Verkehr sanken von 16 415 Tonnen auf 10 878 Tonnen (–33,7 Prozent). (st0)