Statistik

Gemeinderatswahl mobilisiert im Thal und Gäu Wähler

In welcher Gemeinde war die Stimmbeteiligung am höchsten?

In welcher Gemeinde war die Stimmbeteiligung am höchsten?

Gänsbrunnen führt bei den am Sonntag in der Amtei abgehaltenen Gemeinderatswahlen in Bezug auf die Wahlbeteiligung die Rangliste mit 71,4 Prozent an, Egerkingen bildet mit 46,7 Prozent das Schlusslicht.

Nach der schwachen Stimmbeteiligung von 35,5 Prozent bei Kantons- und Regierungsratswahlen vom 12. März wurde vielerorts moniert, dass sich die Bevölkerung nicht mehr für Politik interessiert. Dass dem nicht so ist, zeigen die Gemeinderatswahlen vom vergangenen Sonntag in der Amtei, wo durchweg gute Beteiligungen zu verzeichnen waren.

Kleinste Gemeinde vorn

Angeführt wird die Rangliste von Gänsbrunnen, der kleinsten Gemeinde in der Amtei Thal-Gäu. Von des insgesamt 70 Stimmberechtigten gingen 50 Personen an die Urne, was einer Stimmbeteiligung von 71,4 Prozent entspricht. Bei den Kantonsratswahlen waren es lediglich 47,8 Prozent.

Danach folgt Holderbank, wo sich 57,5 Prozent der Stimmberechtigten an der Gemeinderatswahl beteiligten. Bei der Kantonsrats- und Regierungsratswahl gingen lediglich 31,6 Prozent der Stimmberechtigen an die Urne. Mit Blick auf die geplante Auslagerung der Primarschule ab der 3. Klasse nach Balsthal war dies aber keine Überraschung.

Hohe Beteiligung im Guldental

Auch in Mümliswil-Ramiswil lag die Wahlbeteiligung mit 55,6 Prozent höher als bei den Kantonsratswahlen, an welcher sich 47,1 Prozent der Stimmberechtigen beteiligten.
Ebenfalls auf eine hohe Wahlbeteiligung kam die Gemeinde Welschenrohr mit einem Wert von 52,2 Prozent. Damit lag die Stimmbeteiligung knapp höher als bei den Kantonsratswahlen, wo 50,9 Prozent der Stimmberechtigen an die Urne gingen. Die etwas höhere Wahlbeteiligung ist wohl auf die gleichzeitig durchgeführte Wahl des Gemeindepräsidenten Stefan Schneider zu erklären sein. Bei dieser Wahl wurde gar eine Beteiligung von 56,4 Prozent registriert und Schneider wurde mit 454 Stimmen deutlich in seinem Amt bestätigt.

Laupersdorf legt deutlich zu

Auch mit einer hohen Wahlbeteiligung und einem guten Resultat kann der wiedergewählte Aedermannsdörfer Gemeindepräsident Bruno Born aufwarten. Die Stimmbeteiligung betrug 51,4 Prozent und mit 184 Kandidatenstimmen übertraf Born das absolute Mehr von 108 Stimmen deutlich.

Die Aedermannsdörfer waren übrigens mit einer Stimmbeteiligung von knapp 48 Prozent auch bei den Kantonsratswahlen vom 12. März fleissige Urnengänger.
Ebenfalls eine Stimmbeteiligung von über 50 Prozent wurde am vergangenen Sonntag auch in Laupersdorf erreicht. Mit 50,8 Prozent lag der Wert für die Gemeinderatswahlen gegenüber den Kantonsratwahlen mit 43,3 Prozent deutlich höher.

Gäuer Gemeinden unter 50 %

Mit einem Wähleranteil von 49,8 Prozent hat die Gäuer Gemeinde Härkingen die 50-Prozent-Marke nur knapp verpasst. Auffallend ist der grosse Unterschied zu den Kantonsratswahlen, bei welchen die Stimmbeteiligung bei nur gerade 33,9 Prozent lag.
Knapp hinter Härkingen folgt die Gemeinde Kestenholz, wo sich 49,5 Prozent der Stimmberechtigten an der Gemeinderatswahl beteiligten. Bei den Kantonratswahlen lag die Stimmbeteiligung mit 45,2 Prozent nur unwesentlich tiefer.

Kräfteverhältnisse wieder im Lot

Auffälligkeiten gibt es auch in der Gemeinde Balsthal, wo 47,4 Prozent der Stimmberechtigen an die Urne gingen. Bei den Kantonsratswahlen waren es 40,3 Prozent. Erwähnenswert: Am Sonntag wurden die bei den Kantonsratswahlen aus den Fugen geratenen Kräfteverhältnisse der Parteien wieder auf den für Balsthal üblichen Stand gebracht. Vor allem die FDP, die am 12. März auf einen Stimmenanteil von nur noch gerade 27,15 Prozent kam, konnte diesen an der Gemeinderatswahl wieder auf einen Wert von 33,2 Prozent steigern. Relativiert wurde auch die Stärke der SVP, die bei den Kantonsratswahlen auf einen Wähleranteil von 25 Prozent kam. Dieser Werte beträgt neu 19,3 Prozent und dürfte die wahre Stärke der Partei widerspiegeln.

Egerkingen wieder dabei

Das Schlusslicht in der Rangliste fasste in Bezug auf die Wahlbeteiligung die Gemeinde Egerkingen. Dort betrug die Wahlbeteiligung am Sonntag 46,7 Prozent, was aber noch immer ein beachtlich hohes Niveau darstellt. Dies vor allem mit Blick auf die Kantonsratswahl vom 12. März, an der sich nur gerade 36,5 Prozent der Stimmberechtigen beteiligt hatten.

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