Waren Sie nach dem Ja zur Schulraumerweiterung erleichtert?

Daniel Lederer: Ja sehr, es ist ein weiterer grosser Schritt, den wir nehmen konnten. Nach der Informationsveranstaltung im Mai hörte ich im Dorf auch nichts Kritisches zum geplanten Projekt. Doch letztlich zählt eben doch nur der Beschluss an der Gemeindeversammlung. Eine leichte Anspannung war also dennoch da, auch wenn ich mit einem optimistischen Gefühl an die Versammlung kam.

Weshalb ist es diesmal gelungen, die Bevölkerung zu überzeugen?

Das Projekt selbst kam sehr gut an. Zudem ist die finanzielle Lage wesentlich entspannter als vor zwei Jahren, als wir ein erstes Mal über die Schulraumerweiterung abgestimmt hatten. Damals hatten wir eine Steuererhöhung angedroht, um das Projekt umsetzen zu können. Mittlerweile durften wir so gute Jahresrechnungen verzeichnen, dass wir mit den Steuern auf dieses Jahr hin sogar nochmals runter konnten und nun einen Steuersatz von 110 Prozent ausweisen.

Auf welches Wachstum ist der neue Schulraum ausgelegt?

Wir haben genug Reserve vorgesehen, damit der Schulraum für die nächsten Jahrzehnte wieder ausreichen sollte. Zwar hatten wir ein grosses Bevölkerungswachstum, aber trotzdem ist es schwierig, die Anzahl Schulkinder zu prognostizieren. Grundsätzlich gehen wir von einer Zunahme aus.

Wie wirkt sich die Schulraumerweiterung auf die Finanzen aus?

Das Schulhaus konnten wir dank den guten letzten Jahren beinahe vollständig vorfinanzieren. Wir haben hierfür 6,5 Millionen Franken zurückgestellt. Jedoch kommen auf die Gemeinde in den nächsten Jahren weitere Investitionen zu. Die Kreisschule oder etwa das Wasserreservoir werden ein Thema sein. Der aktuelle Finanzplan sieht deshalb ab 2021 bis 2023 leichte Verluste vor, sie liegen aber in einem moderaten Rahmen.