Freibäder im Thal und Gäu
Seltene Sommertage drücken Badi-Bilanz – auch in Egerkingen und Balsthal

Für die Badis war 2021 ein Sommer zum Vergessen. In Egerkingen und Balsthal war das nicht gross anders: Beide Freibäder verzeichnen weniger Eintritte als in anderen Jahren.

Rahel Bühler
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Die Badi Egerkingen verzeichnete heuer etwa 14000 Eintritte.

Die Badi Egerkingen verzeichnete heuer etwa 14000 Eintritte.

Bruno Kissling

War es Anfang Woche noch sommerlich warm, hält dieser Tage definitiv der Herbst Einzug im Thal und im Gäu. Just zu diesem Zeitpunkt schliessen die zwei Freibäder, die es in der Amtei gibt, ihre Tore: Die Badi Mühlematt in Egerkingen beendete die Badesaison 2021 gestern Mittwoch. Das Schwimmbad Moos in Balsthal morgen Freitag. Zeit, für einen Rückblick auf die Badesaison, in der vor allem das Wetter den Takt angab.

 André Strub

André Strub

Bruno Kissling

In Egerkingen öffnete das Freibad am 12. Mai. Damals blickte Badmeister André Strub der Sommersaison positiv gegenüber, auch wenn der Mai verregnet war. Er hoffte darauf, dass sich der Effekt von 2020, als viele Leute zu Hause blieben und sich ein Saisonabo kauften, wiederholt. Nun, am Tag, an dem die Badi schliesst, fällt die Bilanz weniger gut aus: Es werde ganz sicher ein Minus geben, sagt Strub. Genau könne er die Finanzen aber noch nicht beziffern. Zum Wetter sagt er:

«Damit hatten alle zu kämpfen.» Und: «Im Gegensatz zu Badis in Tenero, Reiden oder Olten wurden wir nicht überschwemmt. Wir mussten sie auch nie schliessen. Wieso soll ich also jammern?»

Und die Badegäste, die vorbeikamen, hätten die Arbeit von Strubs Team geschätzt. Aber klar, über die Zahlen müsse man nicht diskutieren. Die seien tatsächlich nicht gut gewesen. Strub rechnet mit ungefähr 14 000 Eintritten von Mai bis Mitte September. Dieser Wert sei etwa vergleichbar mit jenem vom Vorjahr. «Damals war die Badi aber einen Monat weniger offen.»

DIe Badi Moos in Balsthal

DIe Badi Moos in Balsthal

Bruno Kissling

Die Badi Balsthal schreibt jedes Jahr negative Zahlen

Aus Balsthal klingt das Fazit etwas besser: Unter Berücksichtigung des dauerhaft schlechten Wetters und der Coronamassnahmen in diesem Sommer sei man mit der Saison zufrieden, schreibt Gemeindepräsident Freddy Kreuchi. Die Badi Balsthal verzeichnete 2021 jedoch etwa einen Viertel weniger Eintritte als in einem normalen Sommer.

Konkret heisst das: Heuer zählte die Badi Balsthal ungefähr 40 000 Eintritte. Dies sind etwa 4000 Eintritte mehr als 2020 und ungefähr 20 000 weniger als 2019. Auch in Balsthal dauerte die Badesaison von Mai bis Mitte September. Die Badi öffnete ihre Tore aber bereits am 7. Mai. Die Badesaison war nicht nur vom Wetter, sondern auch von den Coronamassnahmen geprägt.

So wurden auch im «Moos» die Schutzmassnahmen laufend anhand der Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit angepasst: «Am Anfang der Badesaison bestand eine Maskenpflicht ausserhalb der Beckenbereiche und in den Innenräumen», schreibt Kreuchi. Und weiter: «Im Verlauf der Badesaison wurde die Maskenpflicht lediglich auf die Innenräume beschränkt.» Wie sieht es denn finanziell für die «Bauschtler» Badi aus?

«Die Badi Balsthal schreibt jedes Jahr negative Zahlen»

erklärt Kreuchi. Zweiwöchige Pause aus personellen Gründen Nun heisst es für beide Freibäder alles auf Vordermann bringen. In Balsthal geht zudem am 4. Oktober das Hallenbad Falkenstein wieder auf. Zwischen dem Ende der Freibad- und dem Anfang der Hallenbadsaison gibt es jedoch einen Unterbruch von zwei Wochen. Dieser lässt sich mit personellen Gründen erklären. Kreuchi: «Das Personal, das das Freibad wintertauglich macht, ist das gleiche, das das Hallenbad für die Wintersaison vorbereitet.»

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