«Wir blicken auf ein gutes Geschäftsjahr zurück, sowohl in technischer wie auch in finanzieller Hinsicht,» stellte Heinz Tschumi fest. Er vertrat als Vizepräsident den erkrankten Präsidenten Enzo Cessotto. Betriebsleiter Markus Bieli vermittelte einen Überblick über den Betrieb der ARA Falkenstein in Oensingen. «Unsere ARA funktioniert bestens, doch laufend müssen Reparaturen ausgeführt und Verbesserungen vorgenommen werden,» sagte Bieli.

Dem Jahresbericht ist zu entnehmen, dass die ARA 4,784 Millionen Kubikmeter Abwasser verarbeitete. Diese stammen von 21'386 Einwohnern und den beiden Grosseinleitern Saber Swiss Quality Paper AG Balsthal und Bell AG Oensingen. Das ist etwa gleich viel wie im Vorjahr, trotz des trockenen Sommers. Bearbeitet wurden 33 600 Kubikmeter Frischschlamm, der seit Ende Oktober mit der neuen Schneckenpresse entwässert wird. Die ARA produzierte 1,2 Millionen Kubikmeter Gas, 17 Prozent mehr als im Vorjahr.

Gutes Ergebnis

Hansjörg Jorns erläuterte die Rechnung 2018, die um 194'000 Franken besser als budgetiert abschloss. Das Ergebnis basiert auf tieferen Ausgaben und erheblichen Mehreinnahmen, wie aus dem Verkauf von Biogas. Die tieferen Kosten ergaben sich aus reduziertem Personalaufwand sowie tieferem Planungs- und Projektierungsaufwand. Tiefer lagen auch die Kosten für die Sanierung des Kanalnetzes, bedingt durch Rückstellungen aus dem Vorjahr. Die Jahresrechnung schliesst bei einem Gesamtaufwand von 2,049 Millionen Franken und einem Ertrag von 824'000 Franken mit einem Aufwandüberschuss von 1,224 Millionen ab, den die Vertragsgemeinden nach dem Kostenverteiler zu tragen haben.

Ohne Gegenstimmen beschloss die Versammlung die beantragten Finanzkompetenzen: für den Vorstand 200'000 Franken für einmalige Ausgaben sowie 50'000 Franken für jährlich wiederkehrende Ausgaben und Nachtragskredite. Die DV verfügt neu über 1.5 Millionen Franken für einmalige und wiederkehrende Ausgaben sowie 50 000 Franken für Nachtragskredite. Das Gewässerschutzgesetz verlangt eine zusätzliche vierte Reinigungsstufe bei etwa 100 Schweizer Abwasserreinigungsanlagen zur Eliminierung von Mikroverunreinigungen.

Dies sind organische Stoffe, die nachteilig auf Wasserlebewesen einwirken und das Trinkwasser beeinträchtigen können. Eine entsprechende Anlage ist in der ARA Werdhölzli in Zürich, welche das Abwasser einer halben Million Einwohner klärt, bereits in Betrieb. Auf der diesjährigen Exkursion besichtigen die Delegierten der ARA Falkenstein die Zürcher Anlage.