Kestenholz

Ein Pufferspeicher und ein Software-Update: Der Wärmeverbund wird aufgerüstet

Die mit Holzschnitzeln betriebene Wärmezentrale in Kestenholz wird diesen Sommer für einen ausgeglichenen Betrieb mit fünf 5000-Liter-Speichern ausgestattet.

Die mit Holzschnitzeln betriebene Wärmezentrale in Kestenholz wird diesen Sommer für einen ausgeglichenen Betrieb mit fünf 5000-Liter-Speichern ausgestattet.

Die Bürgergemeindeversammlung genehmigt Kredit von 120'000 Franken für die Aufrüstung des Wärmeverbundes mit einem Pufferspeicher sowie einen Kredit von 50'000 für ein Software-Update.

An der ausserordentlichen Bürgergemeindeversammlung im Restaurant Kastanienbaum fanden sich 25 stimmberechtigte Personen ein. Auf der Traktandenliste standen drei Bruttokreditbegehren des Bürgerrates, welche allesamt durch die Versammlung genehmigt wurden. Somit wurde dem Bürgerrat die Kompetenz zur Finanzierung und Auftragsvergabe erteilt.

Beim ersten Kredit ging es um den Einbau eines Speichers beim Wärmeverbund mit einem Volumen von insgesamt 25'000 Litern mit Kosten von 120'000 Franken. Der Wärmeverbund ist mittlerweile seit 10 Jahren in Betrieb.

Der Bürgerrat erachtet den Einbau eines Pufferspeichers im Namen der Bürgergemeinde als Betreiberin als sinnvoll und unumgänglich. Der Fortschritt im Holzfeuerungsbereich in dieser Zeitspanne war enorm und ein Pufferspeicher ist heute Stand der Technik. Er erlaubt ein schonenderes Betreiben der beiden Holzfeuerungsöfen.

Handlungsbedarf gibt es auch bei der Software des Wärmeverbundes, welche erneuert werden muss. Der Bürgerrat beantrage dafür einem Kredit von 50'000 Franken. Seit Beginn des Verbundes ist die gleiche Software im Einsatz, weshalb nun ein Update nötig wird. Die bestehende Software wird nicht mehr gewartet und bei einigen Elektronikteilen ist die Ersatzteilgarantie nicht mehr gewährleistet.

Ein Defekt würde den Stillstand der Anlage bedeuten. Zudem könnte die bisherige Software die neu entstehende Speicheranlage gar nicht mehr verarbeiten, wie an der Versammlung dazu ausgeführt wurde.

Rainbündtenweg wird saniert

Bei einem weiteren Kredit in der Höhe 26'000 Franken ging es um die Sanierung des Rutschweges. Dabei handelt es sich um einen Fussweg, der den Rainbündtenweg mit der Stockackerstrasse verbindet. Es ist ein typischer Juramergelweg, der mit der Zeit durch das steile Gefälle ziemlich ausgewaschen wurde und bei nasser Witterung stark morastige Stellen aufweist. Der Weg soll nun mit Rasengittersteinen bebaut werden.

Damit können die Auswaschgefahr und damit auch der Unterhalt auf ein Minimum reduziert werden. Gleichzeitig wird auf einer Länge von 40 Metern das Strassenbord neu gesichert. Die Eisenbahnschwellen, die diese Aufgabe innehatten, sind verfault. Neu werden Betonwinkelelemente verbaut.

Patrick Kissling informierte die Versammlung über den aktuellen Stand der Aufräumarbeiten nach dem Sturm Burglind. 60 bis 70 Prozent der Sturmschäden sind aufgerüstet. Ein Spaziergang in den betroffenen Gebieten lohnt sich, um die Dimension des Ereignisses mit eigenen Augen zu sehen. Informiert wurde ferner darüber, dass der Kanton eine Arbeitsgruppe zur Wiederaufforstung des Sturmwaldes aufgegleist hat. Revierförster Reto Müller gehört dieser Gruppe an. Aus der Versammlung wurde gefragt, was mit der beschädigten Waldhütte (Stellihütte) geschehe? Dazu seien noch Abklärungen im Gange. Zur gegebener Zeit werde über weitere Schritte informiert, so die Auskunft.

Der Vorsitzende Viktor Meier hielt eine kurze Rückschau der zurückgetretenen Bürgerratsmitglieder. Es waren dies: Viktor Marti , 20 Jahre, davon 12 Jahre Präsident; Regina von Rohr, 20 Jahre; Urs Spiegel, 12 Jahre; Reto Bürgi, 4 Jahre. Die offizielle Verabschiedung fand im Rahmen des Weihnachtsessens statt.

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