Neuendorf

Dorfstrassen-Sanierung nimmt Form an: Bis 2020 soll sie vollendet sein

Der Kanton will die Dorfstrasse in den Jahren 2020 bis 2022 sanieren.

Im Dezember soll der Souverän das räumliche Leitbild «Neuendorf 2040» verabschieden.

Das kantonale Projekt für die Sanierung der Dorfstrasse in Neuendorf nimmt konkrete Formen an. Der Kanton will die Strasse in den Jahren 2020 bis 2022 sanieren. Das kantonale Amt für Verkehr und Tiefbau hat dazu der Gemeinde das überarbeitete Projekt präsentiert. Nebst den Angaben zu Terminen und Kosten legte der Kanton detaillierte Massnahmen dar. Ein grosses Thema ist die Verkehrsführung während der Sanierungszeit. Gibt es eine Umleitung über die Bifangstrasse, oder sollen Ampeln den Verkehr auf der Dorfstrasse regeln? Der Gemeinderat hat dem Amt für Verkehr und Tiefbau seine Stellungnahme zukommen lassen. Mitte November wollen die Kantons- und Gemeindebehörden die Bevölkerung informieren.

Neuendorf hat seine Bauverwaltung durch die kurz aufeinander folgenden Pensionierungen beinahe vollständig ausgewechselt. Neuer Bauverwalter ist seit Anfang Juli Samuel Imhasly.

Die Gemeinde fasste die bisherigen Mitarbeiter des Werkhofs, Primarschulhauses und der Dorfhalle in einem Team zusammen. Sie überprüfte zudem die Arbeitsstrukturen dieser Bereiche und organisierte sie neu. Unter der Leitung von Ricardo Eggenschwiler, habe sich diese Gruppe gut gefestigt, schreibt die Gemeinde. Sie sei den heutigen Anforderungen angepasst und in «Technischer Dienst» benannt worden. Die gegenseitigen Stellvertretungen wurden verbessert. Gleichzeitig konnte auch der Pikettdienst neu geordnet werden.

Ebenfalls neu geregelt hat der Gemeinderat den Winterdienst. So erhielt der Technische Dienst den Auftrag, ab der Wintersaison 2019/20 den Winterdienst auf die öffentlichen Gemeindestrassen zu beschränken. Auf der Website ist der Gemeindeplan ersichtlich, welche Strassen zukünftig geräumt werden. Privatstrassenbesitzer sind aufgefordert, selbstständig dafür zu sorgen, dass ihre Zufahrtswege von Schnee und Eis befreit sind.

Öffentliche Mitwirkung ist abgeschlossen

Die öffentliche Mitwirkung zum räumlichen Leitbild ist abgeschlossen. Die von der Bevölkerung eingebrachten Punkte hat die Gemeinde mit dem Amt für Raumplanung geklärt. Gemeinderat und Planungskommission haben im Rahmen einer Begehung strategische und neuralgische Punkte innerhalb des Dorfes näher betrachtet und besprochen. Das räumliche Leitbild «Neuendorf 2040» soll an der Gemeindeversammlung vom 12. Dezember verabschiedet werden. «Die Massnahmen sind als Vorschläge und Ideen zu verstehen, die aufzeigen, wie die Leitsätze umgesetzt werden können», schreibt die Gemeinde. Sie seien nicht behördenverbindlich. Es sei aber die Absicht, mit der Ortsplanungsrevision Massnahmen anzupacken und – wo sinnvoll – umzusetzen.

Derzeit laufen die Planungen für die Kreisschulerweiterung. In diesen besteht der Neuendörfer Gemeinderat auf der Gestaltungsplanpflicht. Diese verzögere das Bauprojekt nicht. Für den Neubau der Kreisschule hat die zuständige Arbeitsgruppe beschlossen, einen Studienauftrag im Dialogverfahren auszuschreiben. Ein Bewertungsgremium wählt drei Planer-Teams anhand von Referenzprojekten aus. Dieses Gremium wird den Prozess begleiten und die Beiträge der Studienarbeiten bewerten. Michael Steiner vertritt die Gemeinde Neuendorf. (mgt)

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