Oberbuchsiten

Dorffest Oberbuchsiten ist Tradition geworden und hat Kultstatus angenommen

Heinrich Kissling machte mit seiner Ausstellung historischer Aufnahmen von Oberbuchsiten vielen Festbesuchern eine Freude.

Heinrich Kissling machte mit seiner Ausstellung historischer Aufnahmen von Oberbuchsiten vielen Festbesuchern eine Freude.

«Die kulinarischen Qualitäten unserer Stübli kompensierten die wettermässig durchschnittliche Leistung bei weitem», bilanzierte am Sonntagmittag ein zufriedener Robert Gurtner, Koordinator des Oberbuchster Dorffestes. Der Anlass zog viel Volk an.

Offenbar hatte Gemeindepräsident Daniel Lederer nicht zu hoch gegriffen, als er am samstäglichen Einwohner- und Jahrgängerapéro sagte: «Unser Buchster Dorffest ist Tradition geworden, beziehungsweise hat Kultstatus angenommen.» In erster Linie soll der Anlass ein Ort der Begegnung sein und dieses Ziel erfüllte zweifelsohne auch die diesjährige Ausgabe – kühle Temperaturen hin oder her.

Ausstellung Publikumsmagnet

Daniel Lederer machte in seiner Ansprache auch Werbung für die Fotoausstellung im Untergeschoss des Gemeindehauses. Die von Heinrich Kissling zusammengestellten historischen Bilddokumente verfehlten ihre Wirkung nicht. Die teils über 100 Jahre alte Fotos und Ansichtskarten zeigten eindrücklich, wie sich Dorf, Leute und Lebensweisen im Laufe der Zeit verändert haben. Auf den Gruppenbildern von Musikgesellschaft, Turnvereinen oder Schulklassen gingen die interessierten Besucher eifrig auf die Suche nach Vorfahren und Urahnen. Wie schon vor einigen Jahren war der Kulturkommission mit dieser Ausstellung ein grosser Erfolg beschieden.

Natürlich wird ein typisches Dorffest hauptsächlich von seinen Stüblis geprägt. Von denen gab es im bewährten Dreieck zwischen Dorfplatz, «Motschischüür» und Eggen wiederum ein umfassendes Angebot zu entdecken. Wer dieses ausnahmslos degustieren wollte, musste sich indes sputen, um bis zum Festschluss fertig zu werden. Mehr als ein Dutzend Ortsvereine und Organisationen präsentierten vielfältige Gaumenfreuden. Die Palette reichte vom leichten Fitnessteller bis zur deftigen Käseschnitte. Natürlich liess die Auswahl auch für durstige Kehlen und Dessertliebhaber keine Wünsche offen. Gerade das «Café Zentrum» erfreute sich ob der für diese Jahreszeit kühlen Witterung grosser Beliebtheit.

Ministranten noch Geheimtipp

Auch für jugendliche Festbesucher wird am Buchster Dorffest gut gesorgt, zusätzlich zum obligaten Rummelplatz. So organisierten die Ministranten am Samstagabend in der alten Turnhalle eine U16-Disco, die mit professioneller Ton- und Lichtausstattung aufwartete. Ausserdem boten die Minis erneut einen Plauschwettkampf mit einer Unihockey-Torwand an, der seiner etwas versteckten Lage wegen noch als Geheimtipp gilt. Zu Unrecht, denn der Gabentempel ist einiges attraktiver als man vielleicht erwarten würde.

Um die ganz Jüngsten kümmerte sich die Spielgruppe Chutzenäscht, an deren Stand man unter anderem Gold waschen konnte. Ferner bot der Verein während aller drei Festtage im Spielgruppenraum einen Kinderhort an. So konnten die Eltern ruhigen Gewissens für einige Zeit ins vielfältige Dorffest-Geschehen eintauchen.

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