Seit 1943 schon mäandriert die Dünnern nicht mehr durchs Gäu. Was heute als «alte Dünnern» benannt wird, hinterlässt aber bis heute eine Spur in der Landschaft. Auf einem Weizenfeld zwischen Oensingen und Oberbuchsiten ist der hochgewachsene Weizen verfärbt.

Gemäss Landwirt Pirmin Bobst ist dies auf den steinigen Untergrund zurückzuführen. Auch bald acht Jahrzehnte nach der Dünnernkorrektur ist an dieser Stelle die Spur des einstigen Flussbetts zu sehen. Im Boden lässt sich das Wasser schlecht speichern, weshalb der Weizen nicht die sattgrüne Farbe kriegt.

Wegen den Hochwasserereignissen leitete der Kanton die Dünnern zwischen 1933 und 1943 um. Seither führt der Fluss schnurgerade der Autobahn A1 entlang. Die Dünnern-Umlegung kostete damals 8 Millionen Franken. Es war ein Projekt, das in der Wirtschaftskrise willkommene Arbeitsplätze schuf.