Balsthal

Die mobile Kunst wird zur Finissage palettweise auf einem Platz ausgestellt

Die Gäste betrachten auf dem Kornhausplatz noch einmal die Skulpturen von Art-Palett 2015.

Die Gäste betrachten auf dem Kornhausplatz noch einmal die Skulpturen von Art-Palett 2015.

Am Sonntag fand die Finissage für die Ausstellung Art-Palett 2015 vor den Türen der Galerie Rössli statt. Die Kunstwerke waren auf die Gemeinden des Bezirks Thal verteilt worden und waren zum Abschluss auf dem Kornhausplatz in Balsthal zu betrachten.

Eine nicht ganz gewöhnliche Finissage zu einer nicht ganz gewöhnlichen Ausstellung war am Sonntag in Balsthal zu erleben. Denn so viel Kunst auf einmal war wohl noch zu sehen auf dem Kornhausplatz. Es sind jene neun Skulpturen, die von Christine Dubois, Norbert Eggenschwiler, Marianne Flück-Derendinger, Bruno Leus, Jean Mauboulès, Pavel Schmidt, Schang Hutter, Verena Thürkauf und Nancy Wälti für die Ausstellung Art-Palett 2015 geschaffen worden sind.

Die Werke sind nach der Vernissage Mitte August auf die Gemeinden des Bezirks Thal verteilt worden, zur Halbzeit wurden sie ausgetauscht. Nun ist die Ausstellung zu Ende gegangen und die einzelnen Werke sind für die Finissage zurückgeholt und vereint auf dem Kornhausplatz Balsthal präsentiert worden.

Der Anstoss zu dieser ungewöhnlichen Art von Ausstellung kam vom Team der Arbeitsgruppe Kultur im Thal, das seit zwanzig Jahren die Galerie Rössli Balsthal führt. An diesem Jubiläum sollte das ganze Thal teilhaben.

Die Frage aller Fragen

Bei der Finissage war der Publikumsaufmarsch nicht mehr ganz so gross wie bei der Vernissage. Doch das trübte die Freude der Ausstellungsverantwortlichen nicht. Markus Egli sagte, die Ausstellung sei im Thal sehr gut aufgenommen worden. Und er dankte allen, die das Projekt unterstützten, insbesondere auch den Sponsoren. Peter Jeker, der künstlerische Berater, berichtete, dass an den vier von ihm geleiteten Führungen gut 300 Personen teilgenommen haben. Dass eine Führung rund drei Stunden dauerte, habe niemanden gestört und somit gezeigt, dass man sich tatsächlich Zeit nimmt, um sich mit der Kunst zu befassen.

Die Frage aller Fragen beim Betrachten der Werke sei gewesen: «Was ist denn daran Kunst?» Geantwortet habe er jeweils, sagte Jeker, dass jeder Mensch das selber herausfinden müsse, indem er herangeht, hinschaut und sich leiten lässt von dem, was er sieht und empfindet. Eine schlüssige Antwort gebe es nicht, «diese Unsicherheit muss man einfach aushalten.» Die Ausstellung Art-Palett 2015 ist durch Peter Jeker in einer reich bebilderten, 50-seitigen Broschüre festgehalten worden. Sie ist in der Galerie Rössli und in der Papeterie Liselotte in Balsthal erhältlich.

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