Welschenrohr

Der richtige Ort für den Entsorgungsplatz ist gefunden

Auf diesem Wiesenstück hinter dem Thalhof soll künftig die Entsorgungsstelle für Welschenrohr eingerichtet werden.

Auf diesem Wiesenstück hinter dem Thalhof soll künftig die Entsorgungsstelle für Welschenrohr eingerichtet werden.

Der Welschenrohrer Gemeinderat entscheidet, wo der Entsorgungsplatz künftig installiert werden soll.

Der Welschenrohrer Gemeinderat versammelte sich bei seiner vergangenen Sitzung zunächst auf dem Parkplatz Thalhof. Es ging darum, sich vor Ort ein Bild zu machen, wo der geplante Entsorgungsplatz mit Unterflurcontainer installiert werden soll. Angedacht war die sogenannte Siebermatte, die im Eigentum der Einwohnergemeinde steht, und die hinter dem Thalhof liegt.

Als Vorteile für diesen Standort wurden die zentrale Lage und die Nähe der Einkaufsmöglichkeiten im Dorf genannt. Auch sei das Land mit keinen unterirdischen Leitungen versehen, was den Bau zusätzlich erleichtere. Gleichzeitig könnten einige neue Parkplätze erstellt werden. Als Probleme wurden mögliche Lärmimmissionen und die heikle Verkehrslage genannt, insbesondere dann, wenn die Container durch Lastwagen geleert werden.

Der alternative Standort – Vorteile und Nachteile

Die Gemeinderätinnen Vera Uebelhart und Anna Béguelin schlugen deshalb den Standort im eingezäunten Wiesen-Platz vor dem Feuerwehrmagazin vor. Zwar müssten die Einwohner hier ein paar Schritte weiter gehen, jedoch wäre das Verkehrsproblem vom Tisch.

Allerdings ist auf dieser Parzelle der Untergrund mit Wasser-, Abwasser- und Elektroleitungen versehen, sodass die Unterflur-Platzierung hier nur erschwert möglich ist. In Anbetracht des vorangeschrittenen Datums wurde festgestellt, dass sich der Gemeinderat jetzt für eine Variante entscheiden muss, da noch Offerten für die Entsorgungsstelle einzuholen sind, denn dieser Posten sollte fristgerecht ins Budget 2021 aufgenommen werden.

Nach längerer Diskussion kam es zur Abstimmung Standort Thalhof. Das Resultat fiel mit je vier Stimmen Ja und Nein bei einer Enthaltung unentschieden aus. Gemeindepräsidentin Theres Brunner gab den Stichentscheid, was die Zusage für den Platz beim Thalhof bedeutete.

Alterswohnungen auch in Welschenrohr

Reto Grimm, Geschäftsführer der Grico Group AG Beteiligungen, Immobilien, war als Gast zur Gemeinderatssitzung geladen. Er stellte sein Vorhaben «Alterswohnungen für Welschenrohr» vor. Bekanntlich hat die Einwohnergemeinde vor noch nicht allzu langer Zeit die beiden Parzellen GB 731 und 385, ehemals Stierlihaus, gekauft. Grimm hat nun die Absicht, an dieser sehr zentral gelegenen Lage zwei Wohnhäuser mit acht bis zehn Alterswohnungen sowie zwei Attikawohnungen zu bauen. Er habe gemäss Statistiken in Erfahrung gebracht, dass es in Welschenrohr überdurchschnittlich viele Einfamilienhausbesitzer gebe, die aber gleichzeitig eher zur älteren Generation gehören, führte
er aus.

«In den kommenden 30 Jahren braucht es in Welschenrohr rund 35 Wohnungen.» Was hier besonders fehle, seien Wohnungen für noch aktive Senioren, die aber bei Bedarf Leistungen einer Spitex oder anderer Senioreneinrichtung beanspruchen können.

Grimm stellte den Gemeinderäten ein noch nicht in allen Details durchdachtes Konzept vor und stiess mit seinen Ausführungen auf viel Zustimmung. Da die Parzellen in der Kernzone liegen, ist ein Gestaltungsplan notwendig, wurde gesagt. Der Gemeinderat ist zudem der Meinung, dass das Preisniveau der Wohnungen für Welschenrohr angemessen sein müsse. Es geht zuerst jetzt einmal darum, eine Preisverhandlungsbasis zu finden.

Bauverwalterpensum Ja oder Nein

Ein weiteres Traktandum, das Gemeindepräsidentin Theres Brunner wichtig war: die mögliche Schaffung einer Bauverwalter-Stelle. Die jetzige Lösung sei unbefriedigend, wurde gesagt, sei es von Seiten der Einwohner, aber auch von Seiten der Baukommission. Die Arbeiten nehmen zu und in Anbetracht der Fusion mit Gänsbrunnen werde der Bereich sicher nicht kleiner werden. So hat Brunner errechnet, dass mit einem 20-Prozent-Pensum und Kosten in der Höhe von Brutto rund 23'000 Franken eine Person für die Bauverwaltung beauftragt werden könnte.

Grundsätzlich sei in Welschenrohr eine äusserst schlanke und effiziente Verwaltung am Ruder, wurde weiter erwähnt, und eine Stelle von weiteren 20 Prozent wäre verkraftbar. Umso mehr ein Bauverwalter noch andere Aufgaben und Abklärungen übernehmen könnte und so die Verwaltung entlasten würde. Der Gemeinderat folgte dem Vorschlag von Brunner und genehmigte einstimmig, einen Antrag zur Schaffung eines 20-Prozent-Pensums für einen Bauverwalter der kommenden Gemeindeversammlung zu unterbreiten.

Zur Fusion mit Gänsbrunnen möchte man eine Feier durchführen. Es wurde bestimmt, dass im kommenden Sommer ein einfaches Fest stattfinden soll. Die Kulturkommission wird sich dazu Überlegungen machen.

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