Welschenrohr

Der Ehemalige Bimbosan-Inhaber Toni Hosang präsentiert seine Biografie

Toni Hosang mit seiner Autobiografie

Toni Hosang mit seiner Autobiografie

Der heute 85-jährige gebürtige Bündner hat seinen bewegten Lebensweg nun schriftlich festgehalten. Zwischen Ende Februar und Mitte März präsentiert er nun sein Werk in Mehreren Buchhandlungen.

Vor dreissig Jahren liess sich der gebürtige Bündner Toni Hosang mit der Firma Bimbosan und seiner Familie in Welschenrohr nieder. Nachdem der heute 85-Jährige den Betrieb vor zwei Jahren verkauft hatte, machte er sich daran, seinen Werdegang und sein Lebenswerk niederzuschreiben und als Buch erscheinen zu lassen. Nun liegt das gefällige Werk mit einem von Alois Carigiet gemalten Porträt als Titelbild vor.

Er will auch Mut machen

«Meine Tochter Susi hat mich animiert, meinen bewegten Lebensweg schriftlich festzuhalten und wenn möglich als Buch herauszugeben», meinte der Autor. Tatsächlich führte der Weg über viele Stationen mit interessanten Situationen bis hin zum wohlverdienten Ruhestand.

Toni Hosang will mit seinem Werk die zeitgeschichtliche Entwicklung von den Krisenjahren über den Weltkrieg bis hin in die moderne Zeit aufzeichnen. Er möchte aber auch jungen Leuten Mut machen, etwas Neues anzupacken, zu kämpfen und sich nicht entmutigen zu lassen.

Alois Carigiet malte Toni Hosang

Das Buch gibt Einblick in das armselige Leben der Bergbauernfamilien in Obersaxen im Vorderrheintal, wo Toni Hosang seine Kindheit verbrachte. Eindrücklich schildert er das karge Leben im Berggebiet, wo in den Dreissigerjahren die Bauernfamilien ein armseliges Leben fristeten.

In Obersaxen wohnte  damals auch der Maler Alois Carigiet, der den jungen Toni sehr schätzte und gar ein Bild von ihm malte. Nach langen Nachforschungen konnte das Original gefunden werden, und heute ziert das Porträt den Umschlag des Buches. Schon früh musste Toni in Haus und Hof mitarbeiten, bevor er als Dreizehnjähriger zur Ausbildung nach Einsiedeln und Genf reiste. Anschliessend bestand seine Arbeit im Verkauf verschiedenster Produkte.

Esther Gassler schreibt Vorwort

Toni Hosang konnte die Solothurner Volkswirtschaftsdirektorin und Frau Landammann des Jahres 2013 für ein Vorwort für sein Buch gewinnen. Warum wohl? Im Rahmen der Wirtschaftsförderung wurde 1983 die Bimbosan in Welschenrohr angesiedelt, ein Erfolg für Gemeinde und Kanton.

Regierungsrätin Gassler war zweimal im Betrieb zu Besuch und schätzte die Arbeit des Unternehmers, der mit Wissen und Können, Herzblut und Leidenschaft den Betrieb führte. «Wir sind Toni Hosang zu grossem Dank verpflichtet für das grossartige Lebenswerk im Dienste unserer Volkswirtschaft», schreibt sie in ihrem Vorwort.

Unterhaltsame Lektüre

Erstaunlich ist, wie viele Begebenheiten, Details, Kleinigkeiten Toni Hosang noch präsent hat und für die Leser zu Papier gebracht hat. Er war auch bereit, sehr Persönliches, Familiäres, Intimes preiszugeben.

Immer wieder ist in den Ausführungen auch der Schalk zu erkennen. Es mag erstaunen, dass der ganze Text in der dritten Person gehalten ist, obschon Toni Hosang seine eigene Geschichte erzählt.

Aber offenbar werden Autobiografien in dieser Form geschrieben. So liegt hier dem Leser eine durchaus empfehlenswerte, gut lesbare Lektüre vor, die Einblick in verschiedene Abschnitte eines langen Lebens gibt. Mancher Leser, vor allem der älteren Generation, wird sich an ähnliche Begebenheiten erinnern.

Präsentationen Buchhandlung Lüthy in Solothurn, Dienstag, 25. Februar, 20 Uhr; Gasthof Kreuz in Welschenrohr, Freitag, 7. März, 19 Uhr; Buchhandlung Thalia im Loeb in Bern, Dienstag, 18. März, 20 Uhr.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1