Im Museum Uhrundzeit in Welschenrohr fand die Delegiertenversammlung des Vereins Region Thal, des Trägervereins des Naturpark Thal, statt. Präsident Bruno Born konnte von den insgesamt 20 Delegierten 16 Personen willkommen heissen. Neben dem Jahresbericht und dem Budget stand die Demission, respektive die Neuwahl des Präsidenten der Arbeitsgruppe Kultur im Thal im Vordergrund.

Markus Egli aus Matzendorf amtete seit 1993 Jahren, also seit 25 Jahren, als Präsident der Arbeitsgruppe Kultur im Thal. Auf Ende dieses Jahres reichte er seine Demission ein. Präsident Born hielt in seiner Dankesrede kurz Rückschau auf die wichtigsten kulturellen Eckpfeiler während Eglis Wirken.

«Merci für die grosse Arbeit»

1997 wurde eine Begegnung zwischen Kunstschaffenden im Thal und im Schwarzbubenland mit dem Titel «Kultur Passwang» im Eisenwerk durchgeführt. Seit 1998 ist die Galerie Rössli eine Arbeitsgruppe von Kultur im Thal; auch dort war Egli tätig. Inzwischen wurden 11 Thaler Kulturtage mit grossem Erfolg durchgeführt. 2016, sozusagen als Krönung, wurde Egli vom Solothurner Regierungsrat ein Preis für Kulturvermittlung zugesprochen. «Schade, dass er geht, aber Merci für die grosse Arbeit», schliesst Born.

Noch bleibt Egli dem Verein Matzendörfer Keramik erhalten. Dort gäbe es noch viel zu tun, sagt er. Seine Ziele habe er weitgehend erreicht, erklärte Egli und bedankte sich. Insbesondere dankte er seinem Vorgänger im Amt Ueli Diener und dem früheren Präsident des Vereins Region Thal – oder der Repla Thal, wie sie damals noch hiess – Alt-Nationalrat Daniel Müller. Ebenso erwähnte er den Holderbanker René Probst, der ihn seit 25 Jahren in der Arbeitsgruppe begleitete. «Als ich begann, durfte man noch Defizit machen», scherzte er.

Seinen Nachfolger und die Anwesenden erinnerte er daran, Sorge um das Vereinsleben in den Dörfern zu tragen, denn dies sei erlebte und gelebte Kultur. «Schön wäre auch, wir hätten ein eigenes Budget für die Kultur. Das fehlt im Verein Region Thal.» Nicht geschafft habe er es, einen Thaler Jugendkultur-Preis ins Leben zu rufen. «Diese Idee gebe ich weiter.»

Alle Lebensbereiche erfassen

Die Versammlung wählte den Balsthaler Martin Neuenschwander, Kantonsschullehrer Französisch und Deutsch in Solothurn zum neuen Präsidenten der Arbeitsgruppe Kultur im Thal. Neuenschwander ist in Balsthal aufgewachsen und lebt nach «Wanderjahren» seit 2001 wieder hier. Er ist Vater von drei Kindern und arbeitet bereits in der Galerie Rössli Balsthal mit. «Meine Interessen sind Sport und Kultur», sagte er bei seiner kurzen Vorstellung. Ihm sei wichtig, dass Kultur alle Lebensbereiche erfasse und ein Austausch zwischen den Disziplinen erfolge.

Die Geschäftsführerin Ines Kreinacke erörterte dann die Zahlen des Budgets und gab einige Informationen zum Naturpark Thal. Budgetiert wird ein Jahresgewinn 2019 von rund 3000 Franken. Verabschiedet wurde beispielsweise der über 200 Seiten starke Managementplan; Infotafeln für den Juraweg wurden montiert. Geplant sei eine Veranstaltung zum Netzwerk Tourismus im Thal; die Sackgeldbörse sucht weitere Aufgaben und die Homepage des Naturparks soll im nächsten Jahr einen Relaunch erfahren.