Gemeindepräsidentenwahlen

Daniel Gubler kandidiert in Winznau, Marco Wyss in Stüsslingen

In Winznau dürfte Daniel Gubler die Nachfolge von Markus Scheiwiller antreten.

In Winznau dürfte Daniel Gubler die Nachfolge von Markus Scheiwiller antreten.

Fünf Gemeinden im Niederamt wählen am 9. Juni den Gemeindepräsidenten und den Vize-Gemeindepräsidenten. Während in Winznau und Stüsslingen die Kandidaturen bekannt sind, ist in Dulliken, Lostorf und Walterswil noch einiges unklar.

In fünf Niederämter Gemeinden müssen gleichzeitig das Gemeindepräsidium und das Vize-Gemeindepräsidium bestellt werden. Während in Winznau und Stüsslingen klare Verhältnisse herrschen – sofern nicht noch im letzten Moment «wilde» Kandidaturen auftauchen –, ist in Dulliken, Lostorf und Walterswil noch einiges im Fluss. Die Anmeldefrist läuft am Montag, 29. April, um 17 Uhr ab.

Sprungbrett Planungskommission

Alles klar ist in Winznau: Daniel Gubler (CVP) hatte bei den Gemeinderatswahlen vom 14. April klar das beste Ergebnis erzielt. Ortsparteipräsident (OPP) Adrian Zürcher meint denn auch: «Wir werden ihn für das Amt des Gemeindepräsidenten portieren.» Somit dient ihm, wie auch seinem Vorgänger Markus Scheiwiller, das Amt des Planungskommissionspräsidenten als Sprungbrett. Dass Gubler unbestritten ist, macht FDP-OPP Daniel Müller klar: «Er ist auch unser Wunschkandidat. Wir werden Verena Rutschi Herren für das Vize-Gemeindepräsidium portieren.» Niemanden aufstellen wird laut OPP David Stoll die SP, welche einen Sitz an die CVP verloren hatte.

Gubler selbst meint zu seiner Kandidatur: «Es ist eine Herausforderung für mich. Ich habe stets Eng mit Markus Scheiwiller zusammengearbeitet, und ich bin sein Wunschkandidat. Wenn man eine solche Chance erhält, sollte man nicht Nein sagen.» Er sei sich bewusst, dass es schwer werde, Scheiwillers Nachfolge anzutreten. Zu seinen Zielen meint er: «Die Gemeinde ist erfolgreich, wir haben uns eine stabile finanzielle Lage erarbeitet. Diesen Weg gilt es weiterzugehen und Winznau als ländliche Gemeinde mit guter Wohnqualität zu vermarkten», so der 51-jährige Firmeninhaber.

«Familienfreundliches Dorf»

Auch klar ist die Sachlage in Stüsslingen: Gemeldet für das Amt des Gemeindepräsidenten hat sich Marco Wyss (parteilos). Er ist der «siebte Mann», der gleichzeitig die Lücke im siebenköpfigen Gemeinderat schliesst. Der 34-Jährige ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Die Familie wohnt seit 2006 in Stüsslingen. Er möchte sich für das Wohl der Gemeinde einsetzen, «Stüsslingen soll so bleiben, wie es ist: Ein familienfreundliches Dorf», meint er.

Georges Gehriger (glp), der auch noch im Gespräch war, kandidiert aber nicht; dies «aus beruflichen und familiären Gründen», wie er sagt. Das Vize-Gemeindepräsidium wird in Stüsslingen durch den Gemeinderat bestimmt. Laut Gemeindeschreiberin Elsbeth Käser wird das bisherige Ratsmitglied Dominik Frauchiger (FDP) dieses Amt versehen.

Das «Tappen im Dunkeln»

Ausgesprochen unklar präsentiert sich die Lage in Lostorf, das seinen Gemeinderat nicht nur von elf auf sieben Sitze verkleinert hat, sondern auch vom Referenten- zum Ressortsystem wechseln wird. «Heute Donnerstagabend haben wir Generalversammlung. Dann werden wir eine Nomination vornehmen», stellt FDP-OPP Markus Howald in Aussicht. Bei der SP sieht es laut OPP Magdalena Schmitter anders aus: Man werde wohl niemanden portieren. «Wir hätten gute Leute, die auch Interesse bekunden würden, doch das Gemeindepräsidium mit seinem 40-Prozent-Pensum ist bei ihnen nicht mit ihrem Beruf vereinbar.» Dieses Pensum ist auch bei SVP-OPP Judith Engel ein Thema. Und sie ergänzt: «Es hängt davon ab, wen die anderen Parteien portieren, ob wir dann auch jemanden stellen werden oder nicht.» Die OPP von CVP und FL waren bis dato nicht zu erreichen.

In Dulliken sieht es momentan wie folgt aus: Für das Amt des Gemeindepräsidenten wird unisono bis jetzt nur jener des bisherigen Vize Walter Rhiner (FDP) genannt. Dieser hat sich aber noch Bedenkzeit bis Ende Woche ausbedungen und fasst «die Möglichkeit einer Kandidatur ins Auge». Wenn Rhiner tatsächlich antreten sollte, dann wolle Gemeinderat Martin Wyss als Vize amtieren, so SP-OPP Edy Lütolf. Die CVP wird laut ihrem OPP Michael Niederöst niemanden portieren, und die SVP laut OPP Peter Rickenbacher «wohl ebenfalls nicht. Wir werden aber definitiv bis am Montag entscheiden».

Und Walterswil? Dort sagt die neue Gemeinderätin Marie-Louise Wilhelm (FDP): «Ich kann mir eine Kandidatur für das Gemeindepräsidium vorstellen.» Düsterer sieht es bei der IG Walterswil aus: Ortspartei- und Noch-Gemeindepräsidentin Yvonne von Arx: «Wir haben niemanden, der kandidieren will». Der Posten des Vize-Gemeindepräsidenten wird, wie in Stüsslingen auch, durch den Gemeinderat besetzt.

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