Egerkingen

Bartholdi macht mit Brief Mut: «Durch diese schwierigen Zeiten müssen wir gemeinsam gehen»

Johanna Bartholdi. Bild: gue

Johanna Bartholdi. Bild: gue

Egerkingens Gemeindepräsidentin Johanna Bartholdi wendet sich mit einem Schreiben an die Bevölkerung und gibt sich darin sinnlich.

«Mit Erstaunen beobachten wir die fast leere Autobahn und sehnen uns vielleicht sogar die Staus wieder herbei – wären sie doch ein Zeichen dafür, dass wieder Normalität eingetreten ist. Jedoch wird unser aller Leben zukünftig eingeteilt werden in eines vor und eines nach dem Coronavirus.» Gemeindepräsidentin Johanna Bartholdi wendet sich in einem Brief in ihrer gewohnt offenen Art an die Bevölkerung.

Ein wenig Wehmut schwingt mit, doch dann macht Bartholdi der Bevölkerung Mut: Der Bundesrat habe mit einem Hilfspaket die unmittelbaren Existenzängste genommen. «Ich bin überzeugt, dass auch der Kantonsrat weitere Entlastungsmassnahmen beschliessen wird», schreibt Bartholdi, die selbst dem kantonalen Parlament angehört. Der Gemeinderat werde ebenfalls nicht untätig bleiben und kann seine Sitzungen dank der 2017 eingeführten eGovernment-Behördenlösung weiterhin durchführen, kündigt Bartholdi an. Über die digitale Plattform ist der Zugriff auf die zu bearbeitenden Geschäfte weiterhin möglich.

«Unser Leben wurde auf einen Schlag verlangsamt»

Ihr Schreiben führt Bartholdi mit Durchhalteparolen weiter: «Unser Leben wurde auf einen Schlag verlangsamt und es wird uns allen bewusst, wie sorglos wir ‹in den Tag› gelebt haben. Werte, die fast in Vergessenheit geraten sind, sind wieder wichtig. Die Welle der Solidarität, der Hilfsbereitschaft und des Besinnens auf das Gemeinschaftliche sind Anzeichen dafür, dass unsere Gesellschaft stark ist und Krisen bewältigen kann.»

Die Egerkinger Gemeindepräsidentin verweist daraufhin auf das Hilfsprogramm der Gemeinde für durch das Corona­virus besonders gefährdete Menschen (wir berichteten gestern). Zuversichtlich stimme sie, dass nun der grösste Teil der Bevölkerung die vom Bundesrat erlassenen Einschränkungen befolge. «Durch diese schwierigen Zeiten müssen wir gemeinsam gehen, indem jeder von uns seine Verantwortung wahrnimmt», schliesst Bartholdi.

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