Seit anfangs April 2019 wohnen die neuen Pächter Andreas Werren (51), Jsabella Werren (43) und die beiden jugendlichen Kinder Angela (15) und Ramon (13) auf dem Laupersdörfer Stierenberg. Andreas Werren ist künftig als Hirt der Rechtsamegenossenschaft Laupersdörfer Stierenberg auf dem Sömmerungsbetrieb tätig und produziert als Pächter im eigenen Betrieb auf dem Stierenberg mit 13 Kühen auf einer Grünlandfläche von 11,5 Hektaren Bio-Milch.

Seine Frau Jsabella wird vor allem das Bergrestaurant führen und auch noch im Landwirtschaftsbetrieb mitarbeiten. «Ich möchte für Gäste Getränke, Znüni’s, Zvieriplättli, auch warme Speisen und Desserts anbieten», erwähnte Jsabella Werren. Eröffnet wird das Bergrestaurant am Freitag, 17. Mai 2019. Ruhetage sind jeweils am Mittwoch und Donnerstag, ansonsten ist das Bergrestaurant – auf einer beliebten Wanderroute auf der zweiten Jurakette gelegen – täglich von 9 Uhr bis 18 Uhr geöffnet

Aus vielen Bewerbern gewählt

Andreas und Jsabella Werren stammen aus dem Schwarzenburgerland und bewirtschafteten in Mamishaus einen eigenen Landwirtschaftsbetrieb. Zudem waren sie auch noch als Postboten tätig. Im letzten Sommer war Andreas Werren Hirte auf der Alp Chilei im Diemtigtal. Die Rechtsamegenossenschaft Laupersdörfer Stierenberg hat die Familie Werren aus verschiedenen Bewerbern ausgewählt. Bisher war während fünf Jahrzehnten die Familie Büttler Pächter auf dem Stierenberg, zuletzt während 18 Jahren Beat Büttler. Er orientiert sich künftig beruflich neu und wird als Landschaftsgärtner tätig sein.

«38 Mitglieder, meist Landwirte aus Laupersdorf, dem Thal oder Gäu, teils auch Nicht-Landwirte, besitzen die 50 Rechte am Stierenberg. Die eigentliche Sömmerungsfläche umfasst 55 Hektaren und liegt zwischen 850 und 1100 Metern über Meer», berichtete Stefan Eggenschwiler, Präsident der Rechtsamegenossenschaft.

Jedes Jahr werden auf Ende Mai auf dem Stierenberg rund 70 Rinder und 45 Mutterkühe zur Sömmerung erwartet. Die Sömmerung dauert jeweils von Mai bis zum Bettag im September und umfasst rund 115 Weidetage. Mit dem Pächterwechsel wurden die Wohnung, die Gaststube und der Stall sanft renoviert. Auch wurde der Milchraum erneuert.