Laupersdorf

Am Tag der Natur arbeitet das ganze Dorf in der Landwirtschaft

(Bild: Rudolf Schnyder)

Jugendliche und Kinder der Pfadi St. Martin Laupersdorf sind im Gebiet beim Rütiweiher unter der Führung von Thomas Schwaller im Einsatz.

(Bild: Rudolf Schnyder)

Der Tag der Natur in Laupersdorf ist zu einem Fixpunkt im Kalender geworden und er bringt die Bevölkerung raus. Auf 15 verschiedenen Biotopen haben Kinder, Jugendliche und Erwachsene mitgeholfen.

Bei schönem Herbstwetter und somit sehr guten Arbeitsbedingungen leisteten rund 60 Erwachsene, Jugendliche und Kinder rund 250 Arbeitsstunden zugunsten einer intakten Natur.
Zu diesem Tag der Natur hatte die Landschafts- und Umweltschutzkommission die Dorfbevölkerung eingeladen. «Heute arbeiten wir auf 15 verschiedenen Biotopen, verteilt auf dem ganzen Dorfgebiet, ausser im Wald. In Laupersdorf gibt es insgesamt 18 Biotope», sagte Kommissionspräsident Peter Wäfler.

«Die Arbeiten umfassen Gras mähen und zusammenrechen, Büsche zurechtstutzen, Waldränder auslichten, Hecken pflegen oder Tümpel vor Verlandung bewahren», führte Peter Wäfler weiter aus. Zudem wurde im letzten Winter in Zusammenarbeit mit der Forstbetriebsgemeinschaft und unter der Anleitung von Pro Natura ein Biotop im «Rütteli», unterhalb des Schneehofes, geschaffen. Es wurde in Laupersdorf bereits am Vormittag gearbeitet und dafür ein einfaches Mittagessen und das obligate «Zvieri» mit Thaler Produkten (beides offeriert vom Naturpark Thal) angeboten.

Ein Einsatz für den Erhalt der Natur im Dorf

Jedes Jahr mit dabei sind Landwirte mit Traktoren, Ladewagen, Motorsägen und Geräten; die Jäger von den Revieren «Sonnenberg» und «Lebern» sowie Mitglieder von Dorfvereinen wie Naturschutz- und Verschönerungsverein (NVL), Männerriege Turnverein KTV, Inlinehockeyclub (HCL) und Pfadfinder St. Martin. Dieses Jahr waren über 20 Kinder und Jugendliche aktiv bei der Arbeit in der Natur anzutreffen.

«Wiederum wurden dieses Jahr Unterhalts- und Pflegearbeiten beim Rütiweiher vorgenommen, einem Objekt zur Förderung der Geburtshelferkröte», sagte Thomas Schwaller. « Hier ist auch eine grössere Heckenpflege in Planung», so der ehemalige Gemeindepräsident, der Gruppenchef der vielen mithelfenden Kinder und Jugendlichen der Pfadfinder St. Martin war. Mit dem Tag der Natur soll die Dorfbevölkerung für die Wiederherstellung einer intakten Landschaft sensibilisiert werden. Erstmals wurde nebst Inseraten dieses Jahr auch ein neu geschaffener Flyer in alle Haushaltungen versandt. Seit einigen Jahren wirken Personen jeweils am gleichen Arbeitsplatz und bekommen dadurch einen persönlichen Bezug zu diesem Naturobjekt. Zudem bewegen sich alle Freiwilligen einen halben oder gar ganzen Tag lang in der freien Natur, was erst noch gesund ist. «Ich möchte mich bei allen Freiwilligen für den Einsatz herzlich bedanken. Für die Erhaltung der Vielfalt der Natur im Dorf ist dieser Einsatz sehr wichtig», sagte Peter Wäfler. Im Vorfeld versuchen die Organisatoren durch den persönlichen Kontakt, möglichst viele Leute zum aktiven Mitmachen zu bewegen. Einige davon verrichten bereits unter Woche jeweils Vorbereitungsarbeiten bei Biotopen.

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