Welschenrohr/Gänsbrunnen

Am Sonntag steht eine historische Abstimmung an

Welschenrohr und Gänsbrunnen (am Horizont) sollen am 1. Januar 2021 als Fusionsgemeinde funktionieren.

Welschenrohr und Gänsbrunnen (am Horizont) sollen am 1. Januar 2021 als Fusionsgemeinde funktionieren.

Trotz Corona: Am Sonntag stimmen Welschenrohrer und Gänsbrünneler über die Gemeindefusion ab.

Trotz der Einschränkungen, die aufgrund der Corona-Situation auch in der politischen Agenda stattgefunden haben, können in Welschenrohr und in Gänsbrunnen am kommenden Sonntag die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über die Fusion der beiden Einwohnergemeinden abstimmen.

Anfangs März wurden die Stimmberechtigten an einer ersten Informationsveranstaltung mit den Details der Fusion bekannt gemacht, ebenso an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 22. Juni dieses Jahres.

Hauptargumente für die Fusion sind eine Vereinfachung der Prozesse und Strukturen, eine nachhaltige Sicherung der Gemeindeautonomie, raumplanerische Gründe und die Nutzung von Synergien, um Kosten zu sparen.

Bereits heute gute Zusammenarbeit

Bereits heute besteht eine gute Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden. So besuchen die Kinder von Gänsbrunnen den Kindergarten und die Primarschulen in Welschenrohr. Die Finanzverwaltung wird für beide Gemeinden in Welschenrohr geführt. In den Bereichen Feuerwehr, Wasserversorgung wird zusammengearbeitet.

In Welschenrohr leben 1069 Personen; in Gänsbrunnen 82. Die neue Gemeinde, welche den Namen Welschenrohr-Gänsbrunnen tragen soll, wird dann exakt 1151 Einwohnerinnen und Einwohner aufweisen. Die Fläche der Gemeinde wird nach der Fusion 23,33 km2 gross sein.

In Welschenrohr gilt heute ein Steuerfuss von 115 Prozent für natürliche Personen und 121 Prozent für juristische Personen. In Gänsbrunnen ein solcher von 130 Prozent für natürliche Personen und 128 Prozent für juristische Personen. Nach der Fusion ist bestimmt, dass die jetzt gültigen, günstigeren Steuerfüsse von Welschenrohr angewendet werden. Vom Kanton wird ein einmaliger Fusionsbeitrag von 400000 Franken in Aussicht gestellt. Für den Finanzausgleich besteht eine Besitzstandsgarantie für die kommenden sechs Jahre ab 2024.

Nicht tangiert von der Fusion ist die Welschenrohrer Bürgergemeinde, die weiterhin eigenständig bleibt. (mgt/frb)

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