Solothurn

Wer in der Nähe der neuen Migros-Filiale an der Baselstrasse wohnt, findet es «super»

Wo früher die Amag untergebracht war, wurde am Donnerstag eine Migros-Filiale eröffnet. Der neue Supermarkt wird bereits rege frequentiert, auch wenn die Parkplätze limitiert sind und die Zufahrt mit dem Auto von der Baselstrasse aus knifflig ist.

Reges Kommen und Gehen, respektive Fahren, herrscht dort, wo früher die Amag-Garage ihren Betrieb hatte. Die 37 Parkplätze südlich und östlich der Tankstelle sind heiss begehrt. Einkaufswägeli, soweit das Auge reicht. Und überall prangt das grosse orange «M». Der neue Migros-Supermarkt an der Baselstrasse ist endlich eröffnet. Auch bekannte Solothurner Gesichter sind zu entdecken. Peter Kambli wohnt unweit des neuen Geschäfts und freut sich: «Super, dass wir wieder ein solches Angebot im Quartier haben, nachdem das Steinbrugg-Lädeli geschlossen worden ist.»

Eine praktische Einkaufsmöglichkeit

Tatsächlich liegen Welten zwischen dem guten alten Tante-Emma-Laden und dem neuen Supermarkt, der auf 900 Quadratmetern übersichtlich anbietet, was der tägliche Bedarf erfordert. Geführt von Sabrina Schwander und 15 Mitarbeitenden ist die neue Einkaufgelegenheit «auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Kundengruppen ausgerichtet», wie Migros-Mediensprecherin Andrea Bauer betont.

Auch für Pendlerinnen und Pendler sei der Supermarkt «eine praktische Einkaufsmöglichkeit». Um nämlich die Einkäufe schnell und einfach abzuwickeln stehen auch Subito-Selfcheckout- und Selfscanning-Kassen zur Verfügung. «Grosser Wert wurde auf die Inszenierung der Frische gelegt», erklärt Bauer weiter. Das «durchdachte Sortiment» wurde auf einer Verkaufsfläche angesiedelt, die «gemäss den neuesten Ladenbaustandards der Migros Aare erbaut wurde».

Verkehrstechnische Schönheitsfehler

Auch Thomas Kaegi hat schon wacker eingekauft, «schliesslich wollen wir von den 10 Prozent an den ersten drei Tagen profitieren.» Seit der Migros an der Wengistrasse nicht mehr MMM-Standard sei, finde er das dortige Angebot «enttäuschend». Dass es hier an der Baselstrasse nicht grösser ist, hatte er allerdings erwartet. «Und so werde ich wohl halt weiterhin an der Wengistrasse einkaufen, weil es näher ist», erklärt der bekennende Velofahrer.

Ein Verkehrsmittel, das beim Besuch des neuen Migros-Ladens zu empfehlen ist, wie ein erster Augenschein ergibt. Denn für Fussgänger gibt es keinen direkten Streifen über die Baselstrasse vom Trottoir im Norden her, wo sowohl westlich wie östlich die Bipperlisi-Haltestellen liegen. Und definitiv heikel wird die An- und Wegfahrt mit dem Auto, abgesehen von dem sichtlich zu knapp bemessenen Parkplatzangebot. Denn eine neue, weiss ausgezogene Sicherheitslinie verbietet ultimativ das Linksabbiegen für stadteinwärts Fahrende wie auch das Ausfahren Richtung Stadt. «Damit wird Verkehr in die Quartierstrassen gelenkt», schüttelt Anwohner Peter Kambli den Kopf. Denn wer die Sicherheitslinie nicht ignoriert ‑ was zu beobachten war - kann von Riedholz her den Migros-Supermarkt nur über den Baseltorkreisel anfahren. Und wer Richtung Stadt wegfahren möchte muss das über die Obere oder Untere Sternengasse via Rosenweg tun.

Überall Verzögerungen

Im März 2017 hatte Migros bekannt gegeben, dass sie einen Generalmietvertrag für die gesamten Verkaufsflächen an der Baselstrasse 30/32 im Erdgeschoss von rund 1400 Quadratmetern abgeschlossen habe. 

Damals wurde von einer Eröffnung der neuen Filiale im Frühling 2018 ausgegangen. Doch die Pläne für das Migros-Einkaufscenter gediehen nicht zuletzt wegen einer Einsprache Bipperlisi Betreiberin Aare Seeland nicht so rasch wie ursprünglich angedacht. Es wurde nun doch der 21.November 2019. 

Ebenso verzögert hat sich das geplante Einkaufscenter beim Jumbo-Kreisel auf dem Öüfi-Areal. wo Migros und Denner sich zuerst in einem Neubau einmieten wollten. Nach Einsprachen wurde nur noch ein Umbau ins Auge gefasst, den man nun je nach Start im nächsten Jahr beziehen möchte. 

Autor

Wolfgang Wagmann

Wolfgang Wagmann

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