Kantonsschule Solothurn/FMS

Wegen Corona wurden acht Mal Zeugnisse übergeben

Die Abschlussfeiern von FMS/FM und des Gymnasiums der Kantonsschule Solothurn fanden aufgrund der Corona-Schutzmassnahmen nicht wie üblich in Zuchwil, sondern an der Kantonsschule selber statt.

In insgesamt acht Feiern verteilt von Mittwoch bis Freitag, mit jeweils rund 40 Schülerinnen und Schülern sowie deren engsten Angehörigen, wurden die Zeugnisse übergeben.

Die beiden Feiern der drei Fachmittelschulklassen und der beiden Fachmaturklassen standen unter dem Motto «Glanzpunkte». Konrektor Reto Stampfli machte in seiner Ansprache deutlich, dass es ihm und der ganzen Schule wichtig war, diesen Schluss- und Glanzpunkt Abschlussfeier 2020 trotz allem «lock down» ganz real und nicht etwa virtuell setzen zu können. Wenn schon nicht im grossen Rahmen in der Eisporthalle, dann eben in diesem kleinen in der Mensa der Kantonsschule: «So begehen wir eben hier die mit Abstand speziellste Abschlussfeier der letzten Jahre!»

Die anderen Maturfeiern wurden von den Konrektorinnen Christina Tardo-Styner, Barbara Imholz, Claudia Wüthrich Witschi und dem Konrektor Dieter Müller geleitet. Ihre Reden drehten sich um das Motto «in and out». So betonte Barbara Imholz mit Bezug auf Goethes Faust, dass das Leben ein dauerndes Aufbrechen und Loslassen sei, genährt durch die Sehnsucht den schönen Augenblick zu erleben, der aber als solcher nicht Verweilen sondern mutiges und manchmal auch anstrengendes Weiterschreiten erfordere. Gerade dies hätten die Maturae und Maturi in den letzten Jahren ja erprobt.

Claudia Wüthrich Witschi nahm Bezug auf die Corona-Krise, die oft ein «out» bedeutete, so auch für Maturprüfungen, die Matur biete aber nun, vermehrte Möglichkeiten wieder «in» vieles einzusteigen, so in die Universität oder eine andere weiterführende Ausbildung. Sie schloss mit dem Spruch: «Lerne aus der Vergangenheit, Träume von der Zukunft aber lebe im Hier und Jetzt.»

Auch Christina Tardo-Styner und Dieter Müller kamen auf die ausgefallenen Maturprüfungen zu sprechen: «Ist euer Maturzeugnis deshalb weniger wert, als dasjenige von anderen, die eine Prüfung gemacht haben?  Mitnichten! Die Maturität ist nur das Ende, den Weg dorthin seid ihr aber mit viel Aufwand in den letzten Jahren ­– und besonders in den letzten drei Monaten ­– gegangen …, ihr seid älter und reifer, also «matur» geworden.

Die Reden wurden nicht wie üblich von einer Big Band oder einem Orchester sondern mit gebührendem Abstand von einer Vier-Mann-Band mit Philip Kiefer (Saxophon), Beat Rüegsegger (Bass), Andy Seidt (Gitarre) und Andy David (Drums) umrahmt.

Nach den Ansprachen erfolgte der eigentliche Glanz- und Höhepunkt, die Zeugnisübergabe. Die Konrektorinnen und -rektoren brachten die Zeugnisse zu den Absolventinnen und Absolventen, die mit ihren Angehörigen zusammen in Vierer-Cocons gruppiert waren.

Zeitweise «out» waren an den Abenden die Lehrpersonen, denn sie durften der Feier nur per Videoübertragung folgen. Beim anschliessenden Apero im Freien waren sie aber wieder mit ihren Ex-Schülerinnen und Schülern vereint und es wurde deutlich: trotz Coronakrise kam eine würdige Zeremonie – mit gebührendem Abstand, jedoch ganz ohne soziale Distanz – zu Stande.

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