Regio Energie Solothurn

Wachsen und Strom sparen: Die Genossenschaft Migros Aare erhält den Energiepreis

Die Übergabe des Regio-Energie-Preises mit (v. l.): Kurt Fluri, VR-Präsident Regio Energie, Selina Davatz, Dachspezialistin Energieeffizienz Migros Aare, Martin Stalder, Leiter Energie und Technik Migros Aare, sowie Felix Strässle, Direktor Regio Energie Solothurn.

Der Energiepreis, eine Auszeichnung der Regio Energie Solothurn, die das Engagement für einen nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit Energie würdigt, ging an die Genossenschaft Migros Aare.

Das gutbesuchte Regio-Energie-Forum im Landhaus sieht als jeweiligen Höhepunkt die Verleihung des Regio-Energie-Preises. Diesmal konnte Verwaltugsratspräsident Kurt Fluri die Auszeichnung an den «orangen Riesen» überreichen. Zur Migros Aare, die 1998 aus der Fusion der Migros Bern und der Migros Solothurn/Aargau entstanden ist, gehören per Ende 2016 27 Einkaufscenter, über 50 Fachmärkte, 26 VOI Migros-Partner, über 70 Gastronomiebetriebe und 128 Supermärkte.

In den Kantonen Solothurn, Aargau und Bern beschäftigt sie rund 12'000 Mitarbeitende sowie über 600 Lernende. «Als einer der grössten Arbeitgeber in diesem Gebiet ist sich die Genossenschaft ihrer Verantwortung für die Umwelt bewusst», begründete Fluri die diesjährige Preisvergabe. Für dieses Engagement dürfe die Genossenschaft Migros Aare den Energiepreis der Regio Energie Solothurn entgegen nehmen. Diese würdigt mit dem Preis seit zehn Jahren Unternehmen, die sich bezüglich Energieeffizienz und Klimaschutz besonders engagieren.

Beispiel Derendingen

Der Migros-Supermarkt in Derendingen stehe als Beispiel für die Strategie der Migros Aare: Hier werden nicht nur eine Photovoltaik-Anlage sowie Abwärme der gewerblichen Kälte oder zur Spitzenlastdeckung Fernwärme als Energiequellen genutzt. Im gesamten Betrieb wurde zudem die Beleuchtung auf stromsparende LED-Technologie umgestellt und dank moderner Steuerung kann diese bedarfsgerecht ein- und ausgeschaltet werden.

Getreu dem Grundgedanken von Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler gehe es der Migros Aare auch bei der Energienutzung darum, «nicht nur zu nehmen, sondern auch zu geben». Die Migros-Führung habe sich deshalb hochgesteckte Ziele gesetzt: Von 2010 bis 2020 will sie, bei einem flächenspezifischen Wachstum von zwölf Prozent, den Stromverbrauch um zehn Prozent und den CO2-Ausstoss um 20 Prozent senken.

Diese Ziele bleiben nicht Theorie, sondern werden jeden Tag verfolgt. Bereits heute produziert die Migros Aare fünf Prozent des eigenen Strombedarfs selbst; mit Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtfläche von 42'000 Quadratmetern, die jährlich 6,8 GWh Strom produzieren. Nebst konsequenter Abwärmenutzung werden laufend Betriebsoptimierungen durchgeführt, um den Energieverbrauch zu minimieren.

Die digitalisierte Welt

Felix Strässle, Direktor der Regio Energie leitete zum Gastreferenten Manuel P. Nappo von der Hochschule für Wirtschaft in Zürich über. Dieser zeigte in einem atemberaubenden Tempo seines Tour d’Horizons die rasanten Veränderungen auf, welche die Digitalisierung unseres Lebens mit sich bringen. «Mobile, Mobile, Mobile» werde das zentrale Thema sein.

Aber auch: «Der Kunde hat Macht wie noch nie.» Oder anders gesagt: Was gestern ein Spitzenprodukt war, ist heute verschwunden, beklagte er als eines der Opfer, die ihm am meisten leid täten, die Taschenlampen-Produzenten.

Im Business sollte man nie kleine Player unterschätzen verwies Nappo auf das Phänomen Google, welches die einst mächtige Firma Yahoo weggefegt habe. Der Referent forderte auf, die Chancen der Digitalisierung zu erkennen und sich zu bewegen – denn die Schweiz könne in diesem rasant laufenden Prozess durchaus mithalten, wenn sie nur wolle.

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