Seit 2012 zeigt das Künstlerhaus S11 in der Schmiedengasse alljährlich die Arbeiten der jeweiligen Förderpreisträger in den Bereichen Bildende Kunst und Fotografie. Dies in Zusammenarbeit mit dem kantonalen Kuratorium für Kulturförderung, welches den jungen Kunstschaffenden die Förderpreise – nach Bestätigung durch den Solothurner Regierungsrat – im Frühjahr verleiht.

Das Künstlerhaus ist der ideale Ort, um solche jungen Kunstpositionen zu präsentieren, hat es sich doch seit Bestehen vor 40 Jahren zur Aufgabe gemacht, junge Kunstschaffende mit Ausstellungen zu fördern – und zu fordern. Denn in den engen Räumen des alten Hauses sind Ausstellungen auch immer eine Herausforderung.

«Es kommt uns bei dieser Schau nicht so sehr darauf an, ob die jetzt gezeigten Arbeiten extra für diese Ausstellung entstanden sind, oder ob sie schon länger existieren», sagt Martin Rohde, der Leiter der Künstlerhauses S11. Wichtig ist ihm aber, dass eine Art Dialog zwischen den Kunstschaffenden entsteht – und dass sie sich kennen- und vernetzen lernen.

Im Parterre sind Andreas Jäggis (*1989) Arbeiten zu sehen. Er arbeitet gleichzeitig mit unterschiedlichen Medien: Malerei, Fotografie, Installation. Als Begeisterter für Konkrete Kunst zeigt er eine Arbeit, die an ein Handy-Game erinnert, in welchem Formkreationen von Mitspielern weggedrängt werden müssen.

Florian Amoser (*1990) stellt grossformatige Fotoarbeiten aus, die er mit einer analogen Kamera in Höhlen aufgenommen hat und die mit weissen Linien deren Strukturen zeigen. Er verwendet dazu eigens herausgetüftelte Hilfsmittel und bringt so eine wissenschaftlich anmutende, aber auch sehr sensible Erkundungstour durch ein Höhlensystem aufs Papier.

Daniel Müller (*1994) zeigt eine Serie von sechs Zeichnungen, die sehr persönliche Momente und Eindrücke einer Berlin-Reise dokumentieren. Vorlagen sind oft fotografische Momentaufnahmen.

Zuoberst präsentiert Kaspar Flück (*1989) seine jüngsten Arbeiten. Diese können Sichten ins Universum sein. Es ist aber nicht das tatsächliche Universum, sondern ein vom Künstler selbst, während des malenden Prozesses geschaffener Weltall.

Vernissage Freitagabend, 7. Dezember 19 Uhr. Bis 23. Dez. Öffnungszeiten: Do/Fr 16–19; Sa/So 14–17 Uhr.