Das Projekt sollte dem nur punktuell genutzten Kapuzinerkloster neues Leben einhauchen. Auf Initiative des Gastronomen und ehemaligen «Authentica»-Mitgründers Urs Bucher soll im Sinne einer Zwischennutzung innerhalb der Klostermauern ein Integrationsprojekt für Asylsuchende und sozial vernachlässigte Menschen lanciert werden.

Der Kanton Solothurn, dem die Liegenschaft gehört, hat ein entsprechendes Baugesuch beim Stadtbauamt deponiert, dessen Einsprachefrist vergangenen Donnerstag ablief.

Wie Anton Rindlisbacher, Chef des städtischen Bauinspektorats, auf Anfrage bekannt gibt, seien bis am Montag vier Einsprachen gegen das Vorhaben eingegangen, davon eine Sammeleinsprache mit 14 Unterschriften. Theoretisch können auf dem Postweg noch bis ca. Mitte Woche weitere Einsprachen gegen die geplante Zwischennutzung im Kapuzinerkloster eingehen. Widerstand hatte sich gerade in der Anwohnerschaft bereits seit einiger Zeit geregt.

Wie schon berichtet, sprechen einzelne Stimmen gegen das Vorhaben beispielsweise von einer «Schlaumeierei des Kantons», weil die Nutzungsbestimmungen zu viel offen liessen. Ausserdem liegt eine Anzeige gegen die städtischen Baubehörden vor. Diese sollen in der Vergangenheit bewilligungswidrige Nutzungen gestattet haben. (ak)