Im September 2016 hatte sich Silvia Steiners Traum erfüllt, aus einem alten Industriegebäude ein neues 44-plätziges Trendlokal zu machen. «Vor über sieben Jahren entdeckte ich eine verwahrloste, in die Jahre gekommene Metallfabrik an der Weissensteinstrasse. Der Zustand des Gebäudes war nicht mehr der beste und doch spürte ich, dass da etwas Neues entstehen muss», schildert sie im Rückblick ihre damalige Befindlichkeit.

Nachdem sie die Besitzerin von einem Verkauf überzeugt hatte, zogen sich die Umbauarbeiten für die «Genussfabrik» über zwei Jahr hin. «Dankbar, dass ich dieses «Baby» drei Jahre lang begleiten durfte, heisst es nun Abschied nehmen», kündet Sylvia Steiner ihren Abschied am 13. Juli an – verbunden mit der Nachricht, dass ihr Küchenchef Peter Riner nach einer Sommerpause das «flügge gewordene» Restaurant weiter begleiten werde. Riner hat seit der Eröffnung die Küche der «Genussfabrik» mit ihrem Gartenbereich geprägt.

Geschichte wiederholt sich

Sylvia Steiner hatte bereits einmal ein Kapitel Solothurner Gastronomie-Geschichte geschrieben: Das Ehepaar Steiner erwarb nach dem Tod des legendären Wirte-Ehepaars Alice und Moritz Müller das «Bucheggberger Stübli» am Stalden und baute das legendäre «Buechi» zum schicken Esslokal A Point um. Doch schon 19 Monate nach der Eröffnung im November 2004 gab Sylvia Steiner ihr neues Restaurant wieder auf. Das «A Point» wurde an die Wirtsleute der griechischen Kult-Beiz Amphorea – im Volksmund «Dr Griech» – verkauft, die nach Umbauabsichten ihres beliebten Lokals an der Hauptgasse eine neue Bleibe suchen mussten – und seit 2006 nun bereits unter dem gleichen Namen am Stalden wirten.