Persönlich

«Sturmwarnig»

Am Montag fiel der Monatsmarkt in Solothurn inoffiziell aus.

Am Montag fiel der Monatsmarkt in Solothurn inoffiziell aus.

26. Dezember 1999: Mittags hören wir im Radio, dass in Utzenstorf eine Frau beim Gassigehn mit ihrem Hund von einer Tanne erschlagen worden ist. Da merkten wir: «Lothar» liegt in der Luft. Dagegen war «Sabine» ein Nichts. Doch die massive Kritik damals: Die Wetter-Profis hätten total versagt und den Orkan erst gemeldet, als er quasi schon die Schweiz umpflügte.

Tatsächlich wären Bilder wie gestern in Solothurn vor 20 Jahren undenkbar gewesen. Die Märetfahrer hätten sich eingefunden und in stoischer Ruhe ihre Blachen an den Ständen fixiert. Kaum jemand hätte sich Gedanken um etwas wie «Sabine» gemacht. Heute ist alles anders. Schon am Freitag entwickelte sich das nahende Sturmtief vor allem in Deutschland zum Medien-Hype. Gut so, wenn dieser auch nur ein Menschenleben gerettet hat. Andererseits neigen wir rasch zur Panik, wenn wieder eine «Sturmwarnig» ergeht. Bald haben wir Fasnachtsumzug. Haben wir? «Nei säg au».

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