«Curvy Supermodel»

Solothurnerin in kurviger Modelshow: Jetzt gehts Vera an die Haare

Vera Havrda beim Schminken. Beim Umstyling werden ihre Haare etwas kürzer.

Vera Havrda beim Schminken. Beim Umstyling werden ihre Haare etwas kürzer.

Die Solothurnerin Vera Havrda nimmt an der deutschen Castingshow «Curvy Supermodel» teil. Das Casting hat sie überstanden, jetzt gehts ans Catwalk-Training und ein Umstyling steht auch noch an.

Das Casting ist nach drei Sendungen «Curvy Supermodel» abgeschlossen. Unter den 17 Kandidatinnen ist neben der 23-jährigen Solothurnerin Vera Havrda auch eine weitere Schweizerin zu finden: Rahel aus Luzern.

Jetzt geht’s los mit der Ausbildung zum Profi-Model. Die Kandidatinnen bilden selbst Gruppen und sollen als erstes ein Video über sich selbst realisieren. «Es geht darum, dass ihr euch liebt und eure Kurven feiert», erklärt Jurymitglied Angelina Kirsch, die die Gruppe von Vera  betreut. 

Vera möchte in dem Video zeigen, dass sie die Essstörungen, die sie über Jahren begleiteten, überstanden hat. «Ich möchte aufzeigen, dass es möglich ist, eine Essstörung hinter sich zu lassen  – obwohl es Zeit braucht.» Kirsch schlägt daraufhin ein Statement vor, welches Vera beim Dreh sagen könnte. «Früher habe ich versucht, mich trotz meiner Kurven zu lieben, heute liebe ich mich wegen meiner Kurven.» Diese Richtung kommt bei der Solothurnerin, die ihre ersten Lebensjahre in Tschechien verbrachte gut an.

Beim Dreh, bei dem alle schwarze Unterwäsche tragen, soll sich die Gruppe wie beste Freundinnen präsentieren. Das gelingt sehr gut. Dann müssen sie noch einzeln ran. Vera ist sichtlich nervös. Sie hat etwas Angst vor dem Einzeldreh, bei dem die Statements aufgesagt werden sollen. «Ich stottere, wenn ich nervös bin.» Den Spruch sagt sie langsam. «Früher war mein Körper mein schlimmster Feind. Heute ist er mein bester Freund.» Wie es angekommen ist, kann Vera nach dem Dreh schwer sagen. «Ich glaube ich war etwas zu leise. Ich bin etwas verunsichert.»

In der Gruppe von Jan Kralitschka eskaliert die Situation. Schulamit will sich plötzlich nicht mehr filmen lassen.

Schulamit: «Nicht vor der Kamera!»

Im Studio harmoniert es dann gar nicht zwischen den vier jungen Frauen. «Sie ist wie eine kleine Zeitbombe», meint Kralitschka. Trotz ihres Problems mit Autorität kommt Schulamit weiter – «weil du die beste in der Gruppe warst». Zwei ihrer Teammitglieder gehen jedoch unter.

Schulamit sorgt für dicke Luft am Set von «Curvy Supermodel»

Aus den anderen Gruppen dürfen alle bleiben – und damit auch Vera. Wie die Solothurnerin beim Dreh geposed hat, hat der Jury gefallen. Diese freut sich riesig über ihr Weiterkommen. 

Haare ab

Nun müssen die Kandidatinnen ein Umstyling über sich ergehen lassen. Die Style-Expertin kündigt «krasse Veränderungen» an. Haare müssen weg, eine neue Farbe her. Vera hat richtig Schiss, dass ihr die Haare sehr kurz geschnitten werden und sie damit an eine Zeit erinnert wird, in der es ihr nicht gut ging. «Ich weiss, dass ich jetzt ein ganz anderer Mensch bin. Trotzdem sind die Erinnerungen für mich wirklich schlimm.» Sie wolle nicht zurück zur alten Vera. Tränen fliessen. Sie sei viel mehr als dieses Beachgirl, findet die Jury. Ein solcher Schnitt könne ihr doch jetzt nach all der Entwicklung, die sie hinter sich habe, nichts mehr anhaben.

Tragisch wirds dann schlussendlich gar nicht. Ein bisschen Haare muss Vera lassen und eine neue Haarfarbe bekommt sie auch noch. Die 23-jährige Studentin der Kommunikations- und Publizistikwissenschaften ist mega happy mit dem Ergebnis. Es geht direkt zum Portrait-Shooting.

Vera Havrda nach dem Umstyling

Vera Havrda nach dem Umstyling

Mit der neuen Frisur steht als nächstes das Catwalk-Training an. Das Gelernte muss die 23-Jährige anschliessend in der Entscheidung beweisen. Verhalten, unsicher, nicht so richtig geflasht, heisst es von seiten der Jury.

Vera auf dem Laufsteg

Vera auf dem Laufsteg

Die Entscheidung fällt dann aber trotzdem positiv aus. «Du siehst aus und machst auch Bilder wie ein Model», so Jurymitglied Oliver Tienken. Alle vier Mitglieder der Jury sagen Ja. (ldu)

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