Solothurn
«Es hat sich gezeigt, wie wichtig der Laden ist»: Wie das Geschäft HeimArt bislang durch die Coronakrise kam

Corona hat gezeigt, wie wichtig der Laden HeimArt in der Stadt Solothurn ist. Die Umsatzeinbusse ist dabei kleiner als befürchtet: Wie der Verein HeimArt und deren Geschäft bislang durch die Krise kam.

Hans Peter Schläfli
Merken
Drucken
Teilen
Cécile Dobler, Katharina Allemann und Patrick Marti im Laden HeimArt am Stalden (von links).

Cécile Dobler, Katharina Allemann und Patrick Marti im Laden HeimArt am Stalden (von links).

Hanspter Schläfli

«Nimm mich mit zu dir nach Hause», scheint das gestreifte Huhn im HeimArt-Schaufenster am Stalden zu betteln. Alle paar Minuten klingelt im Laden die Glocke an der Tür. «Die Kundschaft hat uns auch im letzten Lockdown nicht vergessen, ganz im Gegenteil, jetzt läuft es wieder gut», sagt die Katharina Allemann, die Geschäftsführerin.

HeimArt heissen sowohl der hübsche Laden als auch der Zusammenschluss von 18 Institutionen, die hier Kunsthandwerk verkaufen, welches Menschen mit besonderen Bedürfnissen hergestellt haben. «Der Besitzer der Immobilie hat auf einen Teil der Miete verzichtet, und die Härtefallentschädigungen des Kantons ermöglicht uns das finanzielle Überleben», erklärt Patrick Marti, Präsident des Vereins HeimArt:

«Wenn wir die Zahlen genau betrachten, dann ist die Umsatzeinbusse deutlich kleiner, als es zu befürchten war.»

Er freut sich über die Solidarität der Kunden. «Unsere Institutionen mussten ihre Feste absagen, es gab keine Weihnachtsmärkte und wegen des weitgehenden Besuchsverbots konnten wir auch in den Wohnheimen selber kein Kunsthandwerk mehr verkaufen. Es hat sich gezeigt, wie wichtig unser Laden hier ist.»

Vorfreude auf Lockerung der Besuchsverbote

«Wir hatten auch während des Lockdowns immer wieder Anfragen von Kunden, die etwas bestellen wollten», bestätigt Katharina Allemann. In den letzten Wochen schien es fast, als gebe es einen Nachholbedarf an österlichen Dekorationen. «Da der erste Lockdown ausgerechnet auf Ostern gefallen war, blieben diese Dekorationen vor einem Jahr im Lager. Jetzt verkauften sie sich gut.» Mittlerweile haben die Impfequipen des Kantons alle HeimArt-Institutionen besucht, bestätigt Marti. «Unsere Klienten freuen sich nun darauf, dass bald die Besuchsverbote gelockert werden könnten, damit in den Wohnheimen wieder das normale Leben einzieht.»