Die Kinder, die am Solothurner Ferienpass-Angebot «Segelfliegen in Grenchen» teilnehmen, werden nach den Sommerferien ganz sicher die aufregendsten Aufsätze über ihre Erlebnisse des Sommers schreiben. Wer kann schliesslich von sich behaupten, schon einmal eigenständig ein Flugzeug gesteuert zu haben? Den ganzen Tag verbringen die Kinder auf dem Flugplatz Grenchen. Nach einer viertelstündigen Präsentation über das Segelfliegen schauen sie sich den Flugplatz an. Dann dürfen sie in einem Zweisitzerflieger durch die Lüfte sausen.

Aufgekratzt berichten diejenigen, die schon am Vormittag abheben durften, von ihren Flügen: «Zuerst musste ich einen Fallschirm anziehen. Dann bin ich mit dem Fluglehrer in den Segelflieger gesessen, und wir wurden von einem Flugzeug in die Höhe gezogen. Und wir durften sogar selber steuern, mit dem Joystick macht man das!» Wie eine Achterbahn, nur besser, sei das Fliegen.

Das Fliegen geht von alleine

«Man spürt wirklich jeden Windhauch», berichtet eine Teilnehmerin. Und das Lenken des Fliegers sei nicht ganz einfach, der Steuerknüppel reagiere auf die feinsten Bewegungen. «Ein bisschen nervös bin ich schon», beichtet ein Knabe, der noch nicht an der Reihe war, «ich habe ein bisschen Flugangst. Aber darum mache ich es ja.»

Aber auch er hat schon Spannendes erlebt am Morgen: Zusammen haben sie den Hangar, die Flughalle, besichtigt. «Da gibt es einen Flieger aus dem Zweiten Weltkrieg und einen russischen Doppeldecker. In dem haben 15 Leute Platz und er ist der grösste und älteste der Welt!», staunen er und seine Kameraden. Projektleiter Bernard Meylan erklärt einem Bub, wie man einen Einsitzflieger bedient. «Eigentlich wie beim Velo», lacht er. Und albert gleich weiter rum: «Siehst du dieses Instrument da? Das ist zur einen Hälfte nutzlos und die andere Hälfte weiss ich nicht, wie sie funktioniert.» Der Junge kriegt langsam grosse Augen, doch Meylan scherzt weiter: «So, du bist flugfertig. Jetzt ziehen wir dich in die Luft, so 1200 Meter. Du weisst ja jetzt, wie es geht.» – «Was, ganz alleine? Wie soll ich denn landen?», meint der junge Teilnehmer ziemlich schockiert.

«Ach, das geht dann ganz von selber», lacht Meylan, beruhigt den Ferienpässler aber später: «Quatsch, du fliegst natürlich im Zweisitzer mit dem Fluglehrer. Aber bald kannst du das schon ganz alleine.»