Hauseigentümerverein Solothurn

Schlau sanieren, aber wie? 400 Hauseigentümer liessen sich informieren

«Energieverbrauch reduzieren, Gebäudehülle dämmen, nachhaltig mit erneuerbarer Energie die Wärme erzeugen» – diese Grundsatzregel stellten die Referenten an den Anfang ihrer Ausführungen am Herbstanlass des Hauseigentümervereins.

«Energieverbrauch reduzieren, Gebäudehülle dämmen, nachhaltig mit erneuerbarer Energie die Wärme erzeugen» – diese Grundsatzregel stellten die Referenten an den Anfang ihrer Ausführungen am Herbstanlass des Hauseigentümervereins.

Beim Herbstanlass des Hauseigentümervereins Region Solothurn drehte sich alles um «Energieverbrauch reduzieren, Gebäudehülle dämmen, nachhaltig mit erneuerbarer Energie die Wärme erzeugen».

Der Hauseigentümer ist zunehmend mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Welche Sanierungen sind sinnvoll? Welche sind wirtschaftlich? Und welche Förderbeiträge können abgeholt werden? Licht in diesen Dschungel brachten Manuel Studer, Geschäftsführer Studer Gebäudetechnik AG und Patrick Bussmann, Geschäftsführer Weit&Breitsicht GmbH, mit ihrem Vortrag. Der Hauseigentümerverein Region Solothurn hatte zum Herbstanlass eingeladen – und 400 interessierte Mitglieder kamen. «Energieverbrauch reduzieren, Gebäudehülle dämmen, nachhaltig mit erneuerbarer Energie die Wärme erzeugen» – diese Grundsatzregel stellten die Referenten an den Anfang ihrer Ausführungen.

Abgaben, die in energetische Sanierungen fliessen

Die Referenten lenkten den Blick auf Brennstoffabgaben, die in der Schweiz seit 2008 erhoben werden. Pro Tonne CO2 werden 296 Franken verrechnet, was pro Haushalt einen jährlichen Betrag von durchschnittlich 1050 Franken ausmacht. Die Gelder werden anteilmässig wieder an Bevölkerung und Wirtschaft zurückverteilt. So fliesst seit 2010 ein Drittel der Einnahmen aus der Abgabe in das Gebäudeprogramm. Damit werden die energetische Sanierung von Gebäuden, Investitionen in erneuerbare Energien, Abwärmenutzung und die Optimierung der Gebäudetechnik gefördert.

Anschliessend erfuhren die Mitglieder, wie sie als Hauseigentümer im Hinblick auf eine sinnvolle Sanierung vorgehen müssen. Dabei umfasse eine nachhaltige Sanierung mehrere Schwerpunkte: die Optimierung der Gebäudehülle, weiter die Wärmeerzeugung für Heizung und Warmwasser sowie die Energie, die für Geräte und Beleuchtung verwendet werde. Für die Sanierung eines Gebäudes gilt der Gebäudeenergieausweis der Kantone – kurz GEAK – als Grundvoraussetzung. Er ist die offizielle Energieetikette des Ist-Zustandes jedes Wohngebäudes.

Als mögliche Einsparungen bei den Energiekosten ergeben sich gemäss den beiden Referenten bei der Dämmung des Kellers und des Estrichbodens, bei der Sanierung von Aussenwänden und durch den Austausch alter Fenster. Dabei erfuhren die Mitglieder auch einiges über Fördergelder, die im Falle einer Sanierung zur Verfügung stehen können: Für Fassade und Dach können pro Quadratmeter 40 Franken Fördergelder beansprucht werden. Und im Falle eines Einfamilienhauses können für die Heizung und die Warmwasseraufbereitung zwischen 4000 bis 10000 Franken Fördergelder gesprochen werden. Dabei beleuchteten die Referenten die Einfamilienhaus-Sanierung anhand eines konkreten Falles.

Damit könne – wenn man von den Baukosten die Fördergelder und die Steuerersparnisse abzieht – einiges an Geld eingespart werden. Nicht zu vergessen lässt sich dadurch der Energieverbrauch um bis zu 50 Prozent reduzieren. Dabei wurden die verschiedenen Varianten, unter anderem diverse Formen der Wärmepumpe-
Technologie beleuchtet.

Die neuen Technologien sind im Vorteil

Und so gilt: Auch wenn auf den ersten Blick die Investitionskosten bei den erneuerbaren Energien höher erscheinen, sind unter Berücksichtigung der Einsparungen die neuen Technologien bei einer Sanierung im Vorteil. Sodann steigert die Modernisierung des Einfamilienhauses den Wert der Liegenschaft, wie die Referenten ausführten, bevor sie zu abschliessenden Ratschlägen ausholten. Nämlich: Sich frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen, fachmännische und neutrale Beratung beizuziehen sowie diverse Varianten zu prüfen, die einerseits Kostenersparnisse mit sich bringen und andererseits die Umwelt schützen. (hvs)

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