Solothurn

Pfadi St. Urs goes Youtube: Werbefilm gegen Klischee

Werbefilm für die Pfadi St.Urs Solothurn

Werbefilm für die Pfadi St.Urs Solothurn

Pfadimitglied Lisa Strausak drehte zusammen mit Carla Eng einen Werbefilm über die Pfadi St. Urs in Solothurn. Dieses Projekt war zugleich ihre Abschlussarbeit an der Fachmittelschule.

Pfadi, das bedeutet Spass und Action in der Natur. Kinder und Jugendliche knüpfen nicht nur Knoten, sondern auch Kontakte und erleben zusammen unvergessliche Abenteuer.

Wie macht man neue Menschen auf die Pfadi aufmerksam? Lisa Strausak, seit 12 Jahren Mitglied der Pfadi St. Urs Solothurn, stellte sich in ihrem Werbefilm dieser Herausforderung. Wie in der Pfadi ist in der Filmproduktion Teamarbeit gefragt. Gemeinsam erreicht man jedes Ziel. Zur Hilfe stand ihr Carla Eng. Eine Kollegin, welche über eine grosse Erfahrung im Film- und vor allem Fotobereich verfügt. Zusammen hielten sie die Truppe in bewegten Bildern so schmackhaft wie eine Lagersuppe fest.

Die Idee

Lisa Strausak ist Studentin an der Fachmittelschule und gleichzeitig als Leiterin in der Pfadi St. Urs Solothurn engagiert. «Sie kennt die Pfadimitglieder schon länger und ist gewohnt mit ihnen umzugehen.» Lisa erhoffte sich gutes Gelingen durch die Verbindung von Arbeit und Hobby. Die Idee für ihre Abschlussarbeit kam daher schnell und spontan. «Sie wollte definitiv etwas mit Jungen machen.»

Bis jetzt wurde die Pfadi St. Urs noch nie in einem öffentlichen Videobeitrag gezeigt. «Leider sind neben dem schweizweiten und kantonalen Mitgliederschwund, darunter auch die Abteilung St. Urs, immer noch viele Vorurteile über die Pfadi vorhanden.» Lisa wollte mit ihrem Wissen unbedingt die Vielfalt festhalten und weitergeben, denn «es ist nicht militärisch und weit mehr als nur ‹wäldelen›. Mit einem Werbefilm hat man zudem etwas Festes in den Händen und auch etwas zum Zeigen.»

Die Umsetzung

In der Pfadi haben nicht nur die Erwachsenen etwas zu sagen. Die Jugendlichen dürfen mitbestimmen. Lisa übernahm als Leiterin die Verantwortung. Man plante die Szenen und informierte die Eltern in einem Brief. «Für die drei Drehnachmittage wurde dann ein abwechslungsreiches Programm gestaltet und Szenen vorvisualisiert. Darunter waren Sackhüpfen und Feuer machen.» Für das Festhalten dieser typischen Aktionen von Pfadfindern war von den beiden jungen Frauen hinter der Kamera Spontanität gefragt.

Die Kinder hatten keine Angst und zeigten sichtlich Freude am gefilmt werden. Man fühlt sich ja gerne mal wie Indiana Jones oder John Rambo. «Mitten im Spiel entstand Lockerheit und die Linse wurde wurde gar nicht mehr ernsthaft wahrgenommen.» Ihre Bereitschaft auch Szenen mehrmals zu wiederholen um eine optimale autentische Einstellung zu finden, die nicht gestellt wirkt, hat der Umsetzung sehr geholfen. 

Später am Schnittplatz ging es darum die Szenen zu gliedern. Mit Hilfe des Programms Final Cut Pro war die Handhabung sehr einfach. «So musste auch kein Geld für die Post-Produktion ausgeben werden.»

Die Reaktionen

Die Abschussarbeit wurde von der Fachmittelschule mit einer sehr guten Note gewürdigt. Die Kommentare und Feedbacks sind positiv, was die beiden Frauen natürlich unerwartet erfreut.

Das Video wurde auf die Homepage geladen und auch auf Facebook publiziert, damit dort angemeldete Eltern einen Einblick gewinnen können. Ausserdem sollen Flyer verteilt werden, die mit einem Quellcode direkt auf den Film verweisen. So erhofft man, dass sich hoffentlich noch viele Jugendliche für die Pfadi St. Urs begeistern und eintreten.

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